Stellt Ihr Euch Ostern auch immer so romantisch vor? Warm, blühend, voller Sonnenschein und wir mittendrin, auf einer Waldlichtung am gluckernden Bach? Kinder, die versunken auf dem Waldboden sitzen und an Blumen zupfen?

Tja – so in etwa hatte ich mir das auch immer ausgemalt – und wurde Jahr um Jahr wieder enttäuscht. Mal war Ostern viel zu früh, so daß noch gar nichts blühen konnte – mal zu kalt und mal zu nass. Und so beschloß ich, vor vielen Jahren, daß wir unser Osterfest von diesem furchtbaren Erwartungsdruck befreien wollen und es einfach sein darf, wie es nun einmal sein möchte. Stattdessen habe ich einfach ein weiteres kleines Fest in unseren Jahreslauf eingefügt: unser kleines, feines Frühlingsfest.

Es findet genau dann statt, wenn der Tag perfekt dafür geeignet ist: ganz egal, ob das nun ein ganz normaler Montag ist oder ein Sonntag. Die Rahmenbedingungen sind folgende: es muß angenehm warm sein, die Sonne muß scheinen und es muß blühen. Unser Frühlingsfest findet immer genau dann statt, wenn die Buschwindröschen in unserem „Zauberwald“ in voller Blüte stehen – aber wenn Ihr keine Wälder mit Buschwindröschen in der Nähe habt, so können es bei Euch auch die Lerchensporne, das Scharbockskraut oder die Veilchen sein: jeder darf sich seine eigenen Traditionen schaffen! Die Hauptsache ist, es blüht an Eurem Festplatz verschwenderisch!

Am Tag unseres Frühlingsfestes lasse ich morgens den Haushalt Haushalt sein und bereite spontan ein kleines Picknick vor: traditionellerweise gehören bei uns die sogenannten „Frühlingsmuffins“ dazu – unsere veganen Zitronen-Kokos-Muffins (das Rezept findet Ihr in der Rubrik „Glücksküche“ unter dem Namen „Vegane Spiegelei-Muffins“!)  in Blumen- und Insektenformen!

Wenn ich Zeit und die Zutaten zuhause habe, glasiere ich diese Prachtstücke auch gerne – aber wenn es, wie heute, nicht zu einer Glasur reicht, ist das auch in Ordnung. Dafür gab es heute nicht nur Muffins und Kekse (wie hier im letzten Jahr):

Heute gab es ein ganzes Picknick, mit veganen und nicht veganen Pizzaschnecken, Karottensalat, Rohkost und selbstgemachten Dips: Guacamole, Hummus und Kräuterquark

Welch ein Genuß, dieses erste Picknick des Jahres! Und weil wir es so lieben, laden wir auch immer ein paar Freunde dazu ein: wenn sie spontan Zeit haben, ist das ein Geschenk. Wenn wir alleine feiern, genießen wir das Fest nicht weniger. Denn genau das ist das tollste an unserem Frühlingsfest: es gibt keine Regeln und keine Zwänge. Die Traditionen erschaffen wir selbst und wenn wir in einem Jahr keine Lust auf  diese Traditionen haben, dann lassen wir sie eben weg. Zum Beispiel hat es eine lange Tradition, daß ich den Mädchen während unseres Festes  Zöpfe flechte, in die Buschwindröschen gesteckt werden: wie wunderbar das ist, wenn kleine Blumenfeen durch das Unterholz streifen!

Doch dieses Jahr wollten die Mädchen lieber mit ihren Freunden den Bach erkunden – und auch das war richtig und gut. Denn den Frühling kann man auf so viele verschiedene Arten feiern! Die Hauptsache ist, er wird gefeiert!

Macht Ihr mit?

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2 Kommentare
  1. Leni sagte:

    Liebe Uta, was für ein zauberhaftes Frühlingsfest! Wir sind heute Morgen auch durch einen Buschwindröschen-Teppich im Wald marschiert und ich dachte noch:“wenn Du jetzt den Picknickkorb dabei hättest…!“. Ihr habt eine wunderschöne Tradition erschaffen. Liebe Grüße
    Leni

    Antworten
    • Uta sagte:

      Danke, liebe Leni! Und Du hast Recht: im Moment blüht es überall so schön, man sollte jeden Tag einen Picknickkorb dabei haben!

      Antworten

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