Sobald der Schnee geschmolzen ist, sind wir ja grundsätzlich mit Sammelkörbchen unterwegs: aber was sammelt man denn, bevor auch nur die ersten Pflanzen ihre Köpfe aus der Erde strecken? Schneckenhäuser! Und zwar jede Menge Schneckenhäuser! Man findet sie am ehesten im noch kahlen Unterholz von Hecken und ganz besonders oft in sonnigen Hanglagen.

Wir finden davon in jedem Vorfrühling so viele, daß es eine wahre Freude ist: und wie die Kinder plötzlich zum Spazierengehen motiviert sind!

Wenn man die Schneckenhäuser nur zur eigenen Freude und Zierde im Garten bemalen möchte, dann kann man eigentlich sofort loslegen. Allen, die die kleinen Kunstwerke lieber innen ausstellen oder gar verschenken möchten, empfehle ich eine sehr gründliche Reinigung: denn die Schneckenhäuser von Weinbergschnecken bieten jede Menge Platz für Erde und kleine Tiere, die man nicht unbedingt im Hause haben möchte. Um den Tierchen eine Chance zur Flucht zu geben, lassen wir die Schneckenhäuser erst einmal im Korb ein, zwei Tage vor der Haustüre stehen.

Dann werden die Schneckenhäuser ein paar Stunden in einer Schüssel mit Wasser eingeweicht, mit der Dreckbürste (so heißt bei uns eine alte Holzspülbürste, die nur noch für Dreckarbeiten im Einsatz ist!) bearbeitet und unter fließendem Wasser gründlich abgespült. Sobald die Schneckenhäuser vollständig getrocknet sind (ich lasse sie einfach ein, zwei Tage auf Handtüchern ausgebreitet an einem warmen Ort stehen!), kann es losgehen!

Natürlich kann man Schneckenhäuser mit allen möglichen Farben bemalen: aber wir haben letztes Jahr von meiner lieben Schwägerin die Multimarker (Acrylstifte auf Wasserbasis) von Bine Brändle geschenkt bekommen und sind absolut begeistert davon! Sie haben eine unglaubliche Deckkraft, sie trocknen schnell und leuchtendere Farben kann man sich überhaupt nicht wünschen! Und das Beste: sie sind durch die Stiftform für alle Altersklassen ideal und man muß nicht aufwändig mit Farbkästen und Wassergläsern hantieren. Also den Tisch mit einer Basteldecke geschützt, den kleinen Kindern die Malkittel angezogen und los geht´s!

Normalerweise ist unser Bub nicht gerade begeistert von Malaktionen: aber das Bemalen der Schneckenhäuser hat ihm einen solchen Spaß gemacht, daß er überhaupt nicht mehr aufhören wollte! Er ist stundenlang dabeigeblieben und hat jeden Tag nach dem Kindergarten als erstes gefragt, ob wir wieder Schneckenhäuser anmalen können!

Konnten wir natürlich! Denn auch seine großen Schwestern hatten viel Freude am Bemalen der Schneckenhäuser!

Und ich erst!

Am Ende dieser „Schneckenwoche“ hatten wir ALLE Hörspielfolgen von „Wickie und die straken Männer“ gehört und ALLE Schneckenhäuser bemalt! Wobei der Bub definitiv am produktivsten war!

24 Schneckenhäuser hat er in dieser Woche liebevoll bemalt und jedes einzelne davon ist ein wunderbares Unikat!

Ich habe mich an einer Regenbogenserie versucht:

Und es hat solch eine Freude gemacht, nach den vielen Wochen Wintergrau in Farben zu schwelgen!

Habt Ihr auch Lust bekommen? Dann ab in den Wald und auf die Flur, bevor das junge Grün das Auffinden von Schneckenhäusern erschwert!

 

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2 Kommentare
  1. Katrin sagte:

    Oh, was für eine wundervolle Idee! Bisher habe ich nur Steine bemalt – auf die Idee Schneckenhäuser zu bemalen bin ich noch gar nicht gekommen! Danke für die Anleitung 😊
    Was denkst du ab welchem Alter das für Kinder geeignet sein wird?

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    • Uta sagte:

      Liebe Katrin!
      Danke für Deine lieben Worte! Da können die Kleinen mitmalen, sobald sie einen Stift halten können: also ziemlich früh! Ich würde halt den Tisch gut abdecken und unbedingt einen Malkittel tragen lassen ;0)
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten

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