Die Idee dieser Kerzengläser ist alles andere als neu: die liebe Caro vom Naturkinder-Blog hat sie vor vier Jahren unter dem Titel „Zauberlicht“ hier veröffentlicht und ich war sofort hin und weg von dieser wahrlich zauberhaften Idee! Das ursprüngliche Zauberlicht wurde mit den getrockneten Samenständen der wilden Clematis gefüllt: einer Pflanze, der ich schon so oft begegnet war, sie aber im Winter nie beachtet hatte. Aber sobald man sie sieht, wird man sie nie wieder NICHT sehen: und so oft wie sie hier vorkommt, wage ich zu behaupten, daß Ihr sie auch in Eurer Nähe findet!

Im Herbst sieht sie wie auf dem oberen Bild aus, im Winter wird sie dann richtig wuschelig:

Und auch, wenn Ihr sie jetzt, unter Schnee vergraben, nur nass und zusammengefallen findet: nehmt sie mit nach Hause und trocknet sie! Sie wird wieder genau so wuschelig, wie sie später im Kerzenglas sein soll. Egal, wann Ihr die wilde Clematis pflückt: sie sollte ohnehin ein paar Tage in der warmen Zimmerluft gut durchtrocknen, damit die Kerzengläser nicht zu schimmeln beginnen. Was Ihr sonst noch zum Füllen Eurer Kerzengläser benötigt, bleibt Euch überlassen: Caro hatte noch braunen Kandiszucker genommen, was wirklich ein magisches Licht erzeugt. Ich habe im ersten Jahr noch braunes Herbstlaub verwendet, ebenfalls gut durchgetrocknet. In den folgenden Jahren sind mir dann immer wieder Naturmaterialien in die Hände gefallen, die ich unbedingt im Kerzenglas ausprobieren wollte: also werdet kreativ! Kerzengläser gestalten macht solch ein Freude und sie eignen sich wunderbar als liebevolles Mitbringsel. Und jetzt ran an die Gläser: denn alles, was Ihr dafür braucht, findet Ihr bestenfalls in Eurem Haushalt und in der Natur!

Materialliste

  • Weckgläser oder andere größere Einmachgläser, als ideal haben sich 1-l-Gläser herausgestellt
  • kleinere Marmeladengläser, die gut in die Weckgläser passen und einen nicht zu großen und nicht zu kleinen „Füllzwischenraum“ hinterlassen: für 1-l-Weckgläser eignen sich perfekt die Apfelmark-Gläser mit 360g Inhalt
  • Wiederbefüllbares Teelichtglas mit (Bienenwachs-) Teelicht
  • Füllmaterial, welches einen leicht durchscheinenden Charakter und eine interessante Struktur hat. Werdet kreativ!

Anleitung

Die Anleitung zu diesen Kerzengläsern ist denkbar einfach: Ihr stellt das Teelicht in das kleinere Glas und dieses wiederum in das größere Glas.

Während Ihr den nun entstandenen Zwischenraum mit Clematis-Samenständen, Kandiszucker oder getrockneten Blättern füllt, müßt Ihr nur darauf achten, daß das kleinere Glas ungefähr mittig stehen bleibt. Das war’s schon!

Die Samenstände der wilden Clematis sind immer noch mein allerliebstes Füllmaterial, denn ihre zarte Ästethik kommt im Kerzenglas einfach so wunderschön zur Geltung!

Aber auch brauner Kandiszucker hat seinen ganz eigenen Reiz.

Auch die Samenstände der Goldrute (die allerdings viel empfindlicher sind als die der wilden Clematis!) verbreiten im Kerzenglas ihren eigenen Zauber:

Zuerst standen die Kerzengläser lange bei uns im Wohnzimmer, weil sie ein so wunderschönes Licht abends verbreiten. Aber im Sommer haben wir sie dann in unsere Freiküche gestellt, da sie natürlich auch die idealen Windlichter für laue Sommerabende im Garten darstellen!

Und immer, wenn ich etwas sehe, das ich mir gut als Füllmaterial im Kerzenglas vorstellen kann, kommt eines hinzu. Zu Ostern zum Beispiel Weidenkätzchen (selbstverständlich nur von abgesägten oder herumliegenden Ästen!) und Federn vom örtlichen Geflügelzüchter.

Im Sommer habe ich getrocknete Algen vom Strand in Frankreich verwendet.

Und als ich einmal ein großes Päckchen grobes Himalayasalz geschenkt bekommen habe, konnte ich natürlich auch nicht widerstehen. Diese Farbe!

Kaffeebohnen sind zwar nicht ganz so durchscheinend, haben aber auch ihren Reiz.

Ihr seht, Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich bin gespannt, welche Kerzengläser Ihr so zaubern werdet!

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2 Kommentare
  1. Frau.Cali sagte:

    Danke Uta für die Inspiration! Da haben wir heute beim Spaziergang gleich eine wunderbare Aufgabe 😉

    Antworten

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