Die ersten Laternen für Martinsumzüge, die unsere Kinder alle hatten, waren die selbstgebastelten Laternen aus dem Kindergarten: und wie stolz sie immer (zu Recht!) auf ihre eigenen Werke waren!

Aber, ganz ehrlich: mit Nachhaltigkeit hat das alles nicht viel zu tun. Spätestens nach dem Laternenumzug war das Kunstwerk so verbeult, daß wir es entsorgen mußten: im nächsten Jahr wurde ja ohnehin wieder eine Laterne gebastelt! Ein einziges Mal kam unsere Große mit einer festen Laterne aus Pappmaché heim, die tatsächlich bis heute wunderschön ist: und das seit 13 Jahren! Innen hat sich natürlich mittlerweile eine dicke Schicht Wachs angesammelt und die Sternenfenster aus Transparentpapier mußte ich auch schon austauschen, aber diese Laterne hat mir gezeigt, daß es möglich ist, nachhaltige Laternen zu basteln, die jahrelang benutzt werden können und immer noch wunderschön aussehen.

Da ich natürlich auf den Martinsumzügen auch eine Laterne halten wollte, habe ich also ebenfalls vor dreizehn Jahren zwei Bastelsätze für Holzlaternen gekauft, die seitdem unzählige Male auf unzähligen Martinsumzügen und Lichterfesten durch die Straßen und Wälder getragen wurden. Für ganz kleine Kinder sind sie etwas zu schwer, aber genau diese Schwere läßt Kindergartenkinder sehr achtsam mit ihnen umgehen! Elf Jahre lang haben wir sie jedes Jahr mehrfach genutzt, bis sie dann aber wirklich neue Fenster aus Transparentpapier gebraucht haben. Natürlich könnte man die Fenster auch jedes Jahr leicht austauschen, aber ich finde gepresstes Herbstlaub in Martinslaternen so zeitlos schön, daß ich nie das Bedürfnis nach Veränderung hatte.

So haben unsere guten alten Holzlaternen vor zwei Jahren also eine Verjüngungskur bekommen: zuerst habe ich das alte Transparentpapier in den Fenstern entfernt und das ganze Wachs im Innenraum herausgekratzt. Dann habe ich neue bunte Fenster aus Transparentpapier ausgeschnitten und gepresste Herbstblätter aus unserem Fundus darauf geklebt.

Ob Ihr nun das Laub nach außen oder innen klebt, ist Geschmackssache: unsere ersten Laternen hatten es 11 Jahre lang innen und das hat sehr gut auch leichtem Regen standgehalten. Schöner finde ich es allerdings außen, zumindest, solange es noch nicht richtig dunkel ist: dann macht es tatsächlich kaum einen Unterschied mehr. Also habe ich testweise bei einer Laterne das Transparentpapier so aufgeklebt, daß die gepressten Blätter außen sind und bei der anderen innen.

Besonders schön werden die nachhaltigen Laternen aus Holz, wenn Ihr auf jedes Fenster unterschiedliche Herbstblätter aufklebt.

Die einfachsten Sachen sind doch oft die allerschönsten!

Wer sagt eigentlich, daß Martinslaternen nur auf Martinsumzügen benutzt werden können?

In der Dämmerung kommen die Laternen schon besser zur Geltung.

Aber so richtig zauberhaft wird es, wenn es dunkel geworden ist.

Vielleicht konnte ich Euch ja für nachhaltigere Laternen begeistern?

Schließlich zählt jeder kleine Schritt: auch auf den Martinsumzügen und Lichterfesten!

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2 Kommentare
  1. Jutta sagte:

    Meine liebste Uta!
    Die sehen ja super schön aus. Ich hab die Holzlaternen wirklich noch nie gesehen. Bei uns gab es entweder gefaltete Kreuzmuster-Laternen aus gewachsten Tonpapier oder die Runden mit auf Luftballon geklebtem Seidenpapier.
    Frage: wo gibt es die Bastelpackung „Holzlaterne“, und kommt da ein normales oder großes Teelicht hinein?
    Ganz liebe Grüße von Deiner Jutta

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebste Jutta!
      Ich hatte das Bastelset für die Holzlaterne damals von Purpur, die heißen jetzt, glaube ich, Livipur. Aber der Waldorfshop hat sie auch – sogar ganz neu in sechseckig: so schön!
      Ich komme mal im Herbst zu Euch und Du bringst mir das Basteln der Kreuzmuster-Laternen bei, ja? Die finde ich sooo schön!
      Es umarmt Dich Deine Uta

      Antworten

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