Allein sein!

Nach genau einem Jahr Coronapandemie mit wiederkehrenden Lockdowns und Abstandsregeln, war das mein einziger Wunsch.

Wie wir die ersten zehn Wochen „Coronazeit“ erlebt hatten, habe ich  hier schon einmal aufgeschrieben. Aber leider war es damit ja nicht überstanden. Und obwohl sich der Sommer 2020 wieder einigermaßen normal angefühlt hatte, wurde der Spätherbst und Winter erneut zu einer Gedulds- und Kraftprobe für alle Eltern. Und ja, ich spreche hier nur über Eltern. Denn auch wenn ich mir vorstellen kann, daß die Isolation, zu der die Pandemie geführt hat, für allein lebende Menschen zu einer schwer zu ertragenden Einsamkeit geführt hat, so ist doch meine Lebensrealität genau das Gegenteil davon: seit einem Jahr war ich keinen einzigen Tag mehr allein zuhause.

Sogar in den seltenen Wochen des vergangenen Jahres, in denen alle Mädchen Präsenzunterricht hatten und der Bub in den Kindergarten gehen durfte (also gleichzeitig!), war der Liebste immer noch im Homeoffice. Und so sehr ich diesen Mann liebe: auf seine unzähligen Videokonferenzen im Herzen unseres Hauses könnte ich gut verzichten. Auf der anderen Seite bin ich natürlich dankbar, daß er von Zuhause aus arbeiten kann und darf!

Und DAS ist genau der Punkt, der mich im letzten Jahr von Monat zu Monat müder gemacht hat: diese innere Zerrissenheit!

Einerseits LIEBE ich es, wenn wir alle zusammen sind: die Glucke in mir jubiliert wie noch nie! Ich bin sooo gerne mit meiner Familie zusammen und ich liebe diese fünf Menschen über alles! Ich habe ÜBERHAUPT kein Problem mit Nähe! Wir entscheiden uns ja nicht zufällig jedes Jahr für eine der engsten und intensivsten Familienzeiten, die man sich vorstellen kann: für den fünfwöchigen Campingurlaub zu sechst!

Aber nach diesen fünf Wochen freue ich mich dann auch immer auf meine Morgende allein daheim: das ist übrigens der Grund, warum ich mir noch nie gewünscht habe, mit den Kindern für immer auf Reisen zu sein, wie es manche Freilerner-Familien ja tun. Ist mir unser Nomadenleben im Sommer jedes Jahr zu kurz? Und ob! Aber zwei, drei Monate wären mir absolut genug. Ich bin gerne allein und nie habe ich das mehr gespürt als im letzten Jahr.

Vielleicht kommt das daher, daß ich die ersten acht Jahre Muttersein mit drei kleinen Mädchen verbracht habe, von denen immer mindestens eines zuhause war? Es war eine wundervolle, intensive Zeit und ich möchte sie niemals missen.

ABER: ich hatte nie Zeit für mich. Was darin geendet hat, daß ich einen Bandscheiben-Prolaps hatte, als Coco ein Jahr alt war. Dieser Vorfall zwang mich wenigstens dazu, mich wieder um meinen Körper zu kümmern, immerhin. Aber erst, als auch Coco 2012 vormittags in den Kindergarten kam, war ich endlich wieder ein paar Stunden allein zuhause: was für eine Wohltat! In Ruhe arbeiten zu können, an einer Aufgabe dranbleiben zu können, nicht reden zu müssen! Das habe ich sooo sehr genossen: bis dann 2014 unser kleiner Nachzügler auf die Welt kam.

Wieder war es drei Jahre lang vorbei mit der Einsamkeit: aber ich konnte es genießen. Denn beim letzten Kind „sieht man Land“. Man weiß einfach, daß die ruhigen Morgende wiederkommen werden … aber die gemeinsame Zeit mit diesem kleinen Wunder nicht. Und deshalb hat mir das Zuhause sein mit dem Buben nichts ausgemacht: im Gegenteil! Ich habe jedes einzelne dieser Jahre geliebt.

Was uns in diesen intensiven Familienjahren unglaublich geholfen hat, unsere Kraftreserven immer wieder aufzufüllen, waren die einwöchigen Paarurlaube, die wir seit 2012 immer wieder machen durften: meinen lieben Schwiegereltern sei Dank! Aber ansonsten hatten wir uns unseren Alltag zu sechst so eingerichtet, daß es uns gut ging: ich habe rückblickend das Gefühl, daß einfach alles in einer guten Balance war. Die Morgende gehörten mir und dem Haushalt, die Nachmittage den Kindern (mit zunehmendem Alter der Mädchen natürlich vor allem dem Buben). Ich bin einmal die Woche in die Sauna abgehauen, der Liebste einmal die Woche zum Volleyballspielen. Die Ferien verbrachten wir am liebsten unterwegs: am allerliebsten natürlich alle zusammen, aber da das Urlaubskontingent meines Mannes leider auch nicht unerschöpflich ist, bin ich auch gerne alleine mit den Kindern zu meiner Schwester oder meinen Schwiegereltern verreist.

Alles war wunderbar ausgeglichen: bis Corona kam und unser Gleichgewicht in’s Wanken gebracht hat.

Und ja, ich möchte es noch einmal betonen: ich habe diese intensive, geschenkte Familienzeit sehr genossen: EINERSEITS!

Aber ANDERERSEITS habe ich von Monat zu Monat mehr gemerkt, wie unausgeglichen mich das alles macht. Zu Weihnachten hatte ich dann nur noch einen Wunsch: eine Woche allein zuhause zu sein. Es fiel mir anfangs so schwer, diesen Wunsch zu äußern! Würden die Kinder das verstehen oder würden sie sich ungeliebt fühlen? Ich habe es ihnen mehrfach erklärt: es hat nichts mit Euch zu tun. Und auch mit Papa und mir ist alles in bester Ordnung. Aber ich habe noch niemals in meinem Leben so sehr den Wunsch verspürt, eine Woche lang keinen der Menschen zu sehen, die ich am meisten liebe. Puh. Das zu denken, geschweige denn auszusprechen, fiel mir so schwer. Aber es mußte sein: und der Liebste wollte mir den Wunsch so gerne erfüllen! Also planten wir diese Woche für die Faschingsferien: die dann ersatzlos gestrichen wurden. Seufz.

Wieder durchhalten. Und wieder jeden Tag mehr spüren: das geht nicht mehr lange gut. Ich kann nicht mehr. Ich kann so nicht weitermachen und ich kann meinen Kindern so nicht die Mutter sein, die ich sein möchte.

Was mich durch die letzten Wochen gebracht hat: die Tatsache, daß ich seit September für den Unverpacktladen unserer Freunde arbeite und seit Januar einmal die Woche im Laden stehen darf. Denn auch wenn das keine Zeit für mich alleine ist, so ist es doch Zeit für mich: ein paar Stunden in der Woche, in denen ich nicht „Mama“ bin und mich nicht über klebrige Fußböden und herumliegende Wäschestücke aufregen muß. Was für ein Segen!

Und doch ist mein großer Wunsch nicht verschwunden, im Gegenteil: er ist immer größer geworden. Ich möchte eine Woche allein in diesem Haus verbringen und sehen, was das mit mir macht. Ich habe mich nämlich tatsächlich noch nie in meinem Leben so ausgebrannt gefühlt wie nach diesem Jahr Corona.

Eine abgebrannte Kerze kann nicht mehr leuchten. Und ein leerer Krug kann nicht mehr ausschenken. Ich habe nach diesem Pandemie-Jahr zum ersten Mal das Gefühl, ich kann meiner Familie nichts mehr geben. Kein gutes Gefühl.

Und deshalb habe ich meine geliebte Familie heute weggeschickt. Das klingt hart: und genau so hart hat es sich in mir drinnen angefühlt. Ich war mehrfach kurz davor, einfach mitzufahren: eine Woche Urlaub bei meinen Schwiegereltern im Haus würde mir doch auch gut tun. Vielleicht brauche ich ja nur einen Tapetenwechsel?

Ja, ich habe geheult wie ein Schloßhund, als der Pünktchenbus mit meiner Familie heute von mir weggefahren ist. Und all die ungeliebten inneren Stimmen haben mich beschimpft: wie kannst Du so egoistisch sein? Eine gute Mutter hätte diesen Wunsch nicht! Und was, wenn Du Dich einsam fühlst? Oder, noch schlimmer: was, wenn Deiner Familie unterwegs etwas passiert??

Ich habe jetzt eine Woche Zeit, das mit meinen inneren Stimmen auszudiskutieren. Und ich bin heilfroh, daß ich auf die Stimme gehört habe, die im vergangenen Jahr erst leise geflüstert hat und nun von Woche zu Woche lauter geworden ist. Die Stimme, die in letzter Zeit nur noch panisch geschrien hat: ICH MUSS JETZT ENDLICH MAL WIEDER ALLEINE SEIN!!!

Um wieder gerne mit meinen Liebsten zusammen sein zu können.

Was sich jetzt so einfach dahinschreibt, war ein furchtbar schwerer Prozess, der viele Monate gedauert hat. Während dieses Prozesses durfte ich schon viel über mich lernen und viele Glaubenssätze über Bord werfen, die meinem Glück im Wege standen. Ich möchte ehrlich sein: es war keine leichte Zeit und meine Familie hatte auch sehr oft Seiten von mir zu ertragen, die ich selber kaum ertrage. Aber solche Phasen gibt es nun einmal im Leben: und sie lassen sich nicht einfach beiseite schieben. Durch manche dunklen Tunnel muß man einfach durch, wenn man wieder Licht sehen will.

Ich gehe also in dieser Woche bewußt durch all diese Gefühle. Und ich freue mich darauf.

Und wißt Ihr, was das Verrückteste ist? Als ich so darüber nachdachte, wann ich zum letzten Mal mehrere Tage allein zuhause war, hat mich die Antwort ziemlich schockiert: noch nie!

Ich bin mit 19 Jahren aus einem Großfamilienhaushalt ausgezogen: in die erste gemeinsame Wohnung mit dem Liebsten in Neu-Ulm. Ich habe in den Zeiten vor unseren Kindern nie das Bedürfnis verspürt, mehrere Tage lang allein zu sein: wir haben unsere Urlaube zusammen verbracht oder ich bin alleine zu Freunden oder zu meiner Schwester verreist. Und seit wir Kinder haben, also seit bald 17 Jahren, war ich nie allein zuhause. Ist das nicht erstaunlich?

Ich werde bald 43 Jahre alt und habe noch nie eine ganze Woche allein zuhause verbracht! Ich finde, das wird nun wirklich Zeit!

Und ich gehe in diese Woche in der Hoffnung, hinterher endlich wieder leuchten zu können.

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21 Kommentare
  1. Gerd und Christine Spranger sagte:

    Was gegen Einsamkeit helfen kann
    Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag. Wir haben den Eindruck, dass sich nicht jeder einsam fühlt, der allein ist. Aber für viele Menschen ist Einsamkeit ein schweres Thema, besonders dann, wenn sie wenig Möglichkeiten haben, am sozialen Leben teilzunehmen.
    Das betrifft speziell kranke, alte und arme Menschen. Einsamkeit ist weitverbreitet und die Corona-Zeit hat das Alleinsein für viele Menschen zum Trauma gemacht. Die Folgen können sehr schwerwiegend sein, bis hin zum Selbstmord.
    Wir haben es selbst erlebt: Keine Ansprache von Dritten, keine wirkliche persönliche Nähe zu anderen und kein Austausch kann sehr einsam machen. Und es betrifft nicht nur alte Menschen. Es geht durch alle Alters- und Gesellschaftschichten.
    Wir haben beobachtet, dass Menschen, die über einen längeren Zeitraum einsam sind, erhebliche Folgen am Körper und an der Seele erleiden können. Viele Betroffene entwickeln Angstzustände, Suchtkrankheiten und Depressionen.
    Das Thema Einsamkeit ist manchmal schambesetzt. Aber das sollte es nicht sein. Jeder kann in die Lage kommen, den Anschluss an soziale Kontakte zu verlieren. Lassen Sie uns aufmerksam sein und einander begegnen. Fangen wir in den Familien an, treffen wir uns am Stammtisch, laden wir unsere Nachbarn zum Kaffeetrinken ein und unternehmen wir mit Gleichgesinnten Ausflüge.
    Eigentlich müsste niemand einsam sein, wenn wir alle auf uns schauen. Das Problem ist wahrscheinlich in der Anonymität der Großstadt weiterverbreitet als auf dem Land, wo sich die Leute noch kennen und in vielen Vereinen begegnen.
    Die kirchlichen Angeboten sollten beim Thema Einsamkeit auch nicht unterschätzt werden. Viele Kirchengemeinden bieten neben dem sonntäglichen Gottesdienst schöne Freizeitangebote an wie Chorsingen oder Lesungen mit Diskussionen.

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  2. Gerd und Christine Spranger sagte:

    Gerd und Christine Spranger
    Liebe Uta, ihr Artikel hat uns gut gefallen und spricht viele Lebensbereiche an. Für Eltern waren die letzten zwei Jahre eine harte Zeit. Doch auch heute sehen wir uns täglich in unserem Umfeld mit dem ‚Allein sein‘ konfrontiert. Die Pandemie rückte es uns vielleicht wieder mehr in das Bewusstsein. Wir waren in jenen Wochen und Monaten froh über unseren Garten, haben mit Kinder und Enkel dort viel Zeit verbracht. Allein sein aber heißt in die Einsamkeit abzurutschen und das erleben wir im engen Kreis der Familie. Der Partner (Opa) ist vor einigen Jahren gestorben, „Oma“ ist jetzt alleine und es macht ihr sehr zu schaffen. Erst kürzlich haben wir eine Studie gelesen, die ihren Beitrag umfänglich bestätigt. Einsamkeit macht krank, mehr noch als das Rauchen, fanden Wissenschaftler dreier renommierten Universitäten heraus.

    Aber auch junge Menschen rücken immer mehr in die Einsamkeit. Soweit es um das Funktionieren in der Schule, im Studium oder im Beruf geht, scheint alles mehr oder weniger gut zu laufen. Privat aber sind die Kontakte dünn gesät, am Ehesten noch die über die sozialen Netzwerke. Unterhaltung online ist aber nicht das Gleiche, als sich etwa mit Freund*innen auf einen Cappuchino zu treffen, sich persönlich gegenüber zu sitzen und Menschen in einer schönen Umgebung um sich zu haben.

    Allein sein macht was mit uns, weckt Selbstzweifel und nimmt uns Lebensqualität. Ein gutes Netzwerk, gute Freund*innen hingegen bereichern, ebenso gute Gespräche. Sie geben uns den nötigen Schwung für den Alltag. Und wohin mit all unseren Ideen und Gedanken wenn kein persönlicher Austausch stattfindet? Oft schon haben wir unsere Freundschafts- und Ehebande gefestigt. Was wäre ein Urlaub ohne einen Partner, einer Partnerin oder gute Freund*innen?

    Sogar bei unseren Enkeln erleben wir es sehr intensiv, wie sehr sie den Kontakt zu Freund*innen suchen. Es dauert dann häufig nur wenige Minuten, bis sie lachend und laufend gemeinsam etwas unternehmen. Kinder sind so herrlich unkompliziert. Sicher können wir von ihnen lernen. Aufeinander zugehen, sich vertrauen und Zeit schenken, keine Hintergedanken und im Hier und im Jetzt den Tag erleben, das Leben genießen.

    Was kostet die Welt? In diesem Sinne nicht viel. Ein wenig Zeit und Empathie, ein paar nette Worte und kleine Hilfen im Alltag. Uns so Gott will, erreichen wir auch die Herzen.

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  3. Itto sagte:

    Geht mir genauso liebe Uta. Noch nie eine Woche, nicht mal zwei Tage allein zu Hause gewesen seit 18 Jahren…
    Und ja, ich kenn e sie kurz gut diese innere Zerrissenheit, das Gefühl, undankbar zu sein, überhaupt so was zu äußern, schlechtes Gewissen keine gute Mutter zu sein… das Vermissen der Allein-Zeit und gleichzeitig das Vermissen der Liebsten wenn man dann endlich mal alleine ist…

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    • Uta sagte:

      Liebe Itto!
      Es ist wirklich ein extrem anspruchsvoller Job, dieses Mutter-Sein! Und immer begleitet mich diese Zerissenheit: heute beginnen hier die zweiwöchigen Osterferien und auf der einen Seite freue ich mich wahnsinnig auf die intensive Zeit mit den Kindern (und nicht-mehr-Kindern!) und auf der anderen Seite weiß ich einfach, daß ich kaum eine ruhige Minute haben werde. Wir bräuchten einfach WIRKLICH das sprichwörtliche Dorf: die Care-Arbeit müßte auf so viel mehr Schultern verteilt werden, damit alle auch einmal Zeit zum Atmen bekommen!
      Ich wünsche Dir von Herzen kleine Fluchten!

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  4. Barbara sagte:

    Liebe Uta,

    das Bedürfnis nach einer Woche alleine sein, ist bei mir noch nicht aufgetaucht, aber du hast mit deinem Bericht dazu beigetragen, dass ich mal ganz tief in mich hören möchte, WAS mir denn gut tun würde…
    Im Moment genieße ich die kleinen Dinge: mein Mann hat schon Urlaub, ich muss Montag und Dienstag noch arbeiten, aber das ist schon mal so eine Entlastung.
    Mit derzeit 8 (bzw. 7: einer ist dieses Jahr im Ausland) Kindern zwischen 8 Monaten und 19 Jahren gibt es einfach immer so viel zu tun.

    Ich werde auf jeden Fall deine nächsten Instaposts gespannt verfolgen und freue mich mit dir über deine „Freiheit“.

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  5. Micha sagte:

    Liebe Uta,

    hach, was für ein wunderschöner Beitrag! Ich bin sicher, dass du damit vielen Müttern aus dem Herzen sprichst. Als Mutter von vier Kindern kann ich in jedem Fall bestätigen, dass es mir auch oft so gegangen ist. Pausen sind sooo wichtig! Und ich habe mich dann auch immer wieder auf die Zeit mit der Familie gefreut. ich bin ganz sicher, dass dir diese Zeit gut tut und du danach wieder leuchten kannst.

    LG, Micha

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  6. Kirsten sagte:

    Liebe Uta,
    wie sehr schreibst Du mir aus der Seele.
    Während ich das hier schreibe, turnt meine knapp 2 Jährige auf mir herum, während die große Schwester neben mir liegt und mir ins Ohr singt. Eigentlich genau das, was ich mir immer gewünscht habe.
    Aber auch von den schönsten Dingen braucht man einmal eine Pause, um es dann anschließend umso mehr genießen zu können. Ich bin mittlerweile reizbar wie eine Bärin.
    Mein größter Traum – 3 Tage ohne Familie verreisen. So etwas wäre mir vor Corona nie in den Sinn gekommen, denn eigentlich war ich noch nie gerne alleine.
    Genieße Deine Woche, sammle Kraft und tu das, wonach Dir der Sinn steht. Stellvertretend für alle, die gerade noch nur davon träumen können.
    Liebe Grüße,
    Kirsten

    Antworten
  7. Flädi sagte:

    Oh ja, wie ich dich verstehe. Mir geht es genau so! Obwohl wie hier in der CH eigentlich seit letztem Mai zumindest einen einigermassen geregelten Schulalltag für die Kinder hatten, steht ansonsten immer noch soooo vieles Kopf. Mein Akku ist so leer. Mir fehlen meine Hobbys, meine Freunde, die Unbeschwertheit und Zeit für mich. Einfach allein sein und keine Verantwortung tragen zu müssen. Nicht das nächste Essen zu planen und auch sonst nichts zu denken. Die Zerrissenheit dieser Zeit ist so unglaublich. Einerseits ist die Zeit zusammen so Kostbar und andererseits so anstrengend….beides so intensiv, dass es mir die Luft nimmt. Liebe Grüsse Mirjam

    Antworten
  8. Vroni sagte:

    Ahhhh, wie gut ich das nachvollziehen kann, und aus vollsten Herzen unterstütze. Ich bin alleinerziehend, und genieße die Momente, wenn mein Sohn beim Vater ist (oder über Nacht bei Freunden etc) so sehr. Ich muss dazu sagen, mir hat das alleine sein nie etwas ausgemacht, im Gegenteil, ich brauche das, um meine Akkus aufzuladen. Einfach mal nicht fremdbestimmt sein, machen, wonach mir der Kopf steht. Es muss gar nichts Spektakuläres sein, es reicht schon, nur dann zu essen, wenn ich Hunger habe, und nicht, wenn es halt Zeit zu essen ist. Löcher in die Luft starren. Mal ewig in der Wanne liegen. Bis in den Nachmittag mit niemandem sprechen, und dann vielleicht auch nur mit der Kassiererin im Supermarkt ein paar Worte.
    All das möchte ich nicht missen, und ich bin sehr gespannt, wie du deine Woche empfindest, und vor allem: toll, Uta, dass du auf deine Bedürfnisse achtest. Nur wenn es dir gut geht, kannst du auch nachhaltig geben, sonst wird es Selbstaufgabe.
    Genieß diese deine Woche, und mach, worauf du Lust hast. Das müssen kann auch warten.

    Alles Liebe!

    Antworten
  9. Tini sagte:

    Ich kann dich so, so gut verstehen. Ich liebe meine Familie um mich rum. Ich habe die Elternzeit komplett genutzt. ABER: ich funktioniere nur mit Auszeiten. Und ich rede nicht von mal Baden gehen, sondern vom richtigen runter fahren,
    kein Ansprechpartner sein, nichts müssen, einfach nur sein. Fühlen, auftanken. Zur inneren Ruhe kommen. Seit Corona habe ich immer jemanden um mich rum. Folge: Schlafprobleme, 10 kg zugenommen(bei Stress gibt mein Körper nichts her;)) sagt alles. Ich beneide dich. Geniesse es! Tank auf!

    Antworten
  10. Anna sagte:

    Liebe Uta,
    Ich fühl so mit dir, hab so geweint bei deinen Worten. Mir geht es auch so.
    Ich wünsche dir eine wundervolle und intensive Woche mit Dir selbst. Genieß es !! ♥️🙏

    Antworten
  11. Sigrid sagte:

    Da sich meine großen Kinder (14, 17) doch sehr gut verkrümeln, fühlt sich das Homeoffice fast wie alleine an.
    Aber ich kann dich gut verstehen und wünsche Dir, dass du die Zeit genießen kannst.

    Antworten
  12. Katrin sagte:

    Liebe Uta,
    ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen und finde es großartig, dass du sie formulieren konntest und von deinem Mann Unterstützung und von deiner Familie Verständnis bekommen hast. Ich glaube, das ist nicht immer selbstverständlich. Ich wünsche dir eine ganz, ganz tolle Zeit mit dir und wünsche dir, dass sich deine Kraftreserven wieder aufbauen und dich wieder mit besserer Stimmung durch die kommende Zeit bringen 🤗 Allen, die das lesen, wünsche ich, dass du ein gutes Vorbild sein kannst.
    Ich hatte heute mal den Vormittag frei und war die erste Stunde wie gelähmt, obwohl ich mir vorher ne lange To-Do- Liste geschrieben hatte…
    Alles Gute ❤

    Antworten
  13. Elke sagte:

    Ich kann das was du schreibst sehr gut nachvollziehen. Uns geht’s hier mit zwei Kindern genauso.
    Nur würde ich es nicht schaffen, ich wäre die, die im letzten Moment dann doch mit fährt. 🙆🏼‍♀️
    Deshalb wünsche ich dir auf alle Fälle eine tolle, erholsame Woche. 😀
    Liebe Grüße Elke

    Antworten
  14. mamamal3 sagte:

    Liebe Uta-
    ich versteh Dich soooo gut. 🌷
    Als meine 3 noch kleiner waren bin ich auch ganz gerne ‚zum Erholen‘ auf die Arbeit (3-Schichten als Krankenschwester).
    Hört sich komisch an, war aber tatsächlich so unglaublich wichtig- auch, um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, was anderes im Kopf zu haben und sich so geistig ganz anders zu fordern. Das machte mir Lust auf ,Wachsein‘ im Kopf- Lust auf meine Familie, weg von Langeweile, was Neues gemeinsam mit der Familie auszuprobieren und so viel mehr. Einfach eine Bereicherung für uns alle.

    Auch wenn es mit Dir in dieser Corona-Zeit was ganz anderes macht, so wünsche ich Dir eine tolle Woche, in Deinem Mini-Sabbatical… ❤️

    Sende Dir einen klitzekleinen Dank per Paypal:
    😙
    für Deine tollen Ideen, Deine Offenheit und immer wieder eine Inspiration für meinen Alltag, wenn ich von Dir/Euch auf Instagram lese, Rezepte/Ideen ausprobiere, mitgehe oder aber auch anders mache. 🌞
    *festedrück*

    Antworten
  15. Silke sagte:

    Was für eine tolle und mutige Entscheidung! Ich bin so bei dir und kann es absolut nachempfinden.
    Ich habe noch ein Baby zu Hause, aber genau das sind auch meine Gedanken. Mach dir eine tolle Zeit und genieße sie. Du hast es dir einfach verdient!

    Antworten
  16. Judith sagte:

    Liebe Uta,
    Deine Gefühle sind so nachvollziehbar! Letztes Jahr, genau vor dem ersten Corona-Lockdown, hat mein Mann mit unseren Kindern (5 und 3 zu dem Zeitpunkt) eine Kur an der Nordsee gemacht. 3 Wochen war ich alleine zu Hause. Ich hatte derart ambivalente Gefühle. Große Vermissung, Angst vor fehlender Struktur und wie ich mit meiner Depression zurecht komme, Freude über die selbstbestimmte Zeit, ein schlechtes Gewissen, und so viele Gefühle, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Es war für uns alle eine wichtige Erfahrung, glaube ich. Und es war gut für uns als Familie.
    Ich wünsche Dir eine wunderbare Zeit für Dich.
    Alles Liebe
    Judith

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  17. Karina sagte:

    Das ist ein sehr schöner Bericht. Ich kann es so nachvollziehen mit dem alleine sein. Dieses Corona Jahr zert so an die Nerven. Ich bin 4 Fach Mama meine Kinder sind 17, 14, fast 12 und fast 3 Jahre. Ich bin mit 19 Jahren mit meinen Mann zusammen gezogen in unsere erste Wohnung, das sind jetzt 21 Jahre her 😲. Und seit meine grosse Tochter geboren wurde vor 17 Jahren war ich nie mehr alls ein paar Stunden alleine zuhause. Wenn man sich die Zeit mal so anschaut ist es echt schön krass wie schnell die Zeit vergeht 😱.

    Antworten
  18. Frau. Cali sagte:

    Liebe Uta,
    Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit, genieße die Stunden und tanke Kraft! Ich finde es großartig!

    Liebe Grüße Antje

    Antworten

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