Nachdem ich es eher schwierig finde, im Winter die Brotboxen meiner vier Kinder ausschließlich mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse zu füllen (wenn man mal von den Lageräpfeln unseres Bioland-Bauern absieht!), versuche ich, wenigstens zu den Hauptmahlzeiten so oft wie möglich regionales und saisonales Gemüse auf den Tisch zu bringen. Zu Weißkohl ist mir aber, ehrlich gesagt, bislang kein kindertaugliches Rezept eingefallen: bis ich dann eines im wunderbaren Rezepte-Adventskalender gefunden habe, den mir meine liebe Schwester letztes Jahr geschenkt hat. Krautnudeln! So einfach, so lecker, so schnell gemacht: und da diese veganen Krautnudeln hier von allen gerne gegessen werden, kann ich Euch das Rezept natürlich nicht vorenthalten! Noch besser wären die Krautnudeln ja mit Vollkorn-Bandnudeln: leider habe ich in den Bioläden meiner Umgebung noch keine Bandnudeln in Vollkornqualität gefunden. Wenn Ihr welche kennt, laßt es mich bitte wissen!

Zutaten

  • 1 Weißkohl
  • 500 g Bandnudeln
  • 3 Zwiebeln
  • Sojasauce
  • Pfeffer
  • Bratöl
  • optional: schwarzer Sesam zum Bestreuen

Bitte immer biologisch angebaute Zutaten verwenden – es macht so einen großen Unterschied: im Geschmack und für unsere Erde!

Zubereitung

Die äußeren Blätter des Weißkohls entfernen: normalerweise ist der Kohl nach dem Entfernen der äußeren Blätter so sauber, daß ein Waschen nicht nötig ist. Jetzt wird der Kohlkopf in zwei Hälften geteilt und der Strunk mit einem Messer auf beiden Seiten entfernt.

Den Kohl in kleine, mundgerechte Stücke schneiden: die sollten nicht unbedingt größer als die Bandnudeln sein.

Die Bandnudeln werden in einem sehr großen Topf mit kochendem Salzwasser nach Anleitung al dente gekocht und danach mit reichlich kaltem Wasser abgeschreckt und in ein Sieb zum Abtropfen gegeben. Währenddessen die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

In einer sehr großen Pfanne oder einem Wok (ich bevorzuge immer meinen gußeisernen Wok!) reichlich Bratöl erhitzen und erst einmal die Zwiebeln anschwitzen. Sind diese glasig gedünstet, gibt man das gesamte Weißkraut hinzu und dünstet alles auf mittlerer Hitze bei geschlossenem Deckel, bis der Kohl sichtbar in sich zusammengefallen ist. Bitte unbedingt immer wieder umrühren!

Ist das Weißkraut sichtbar kleiner geworden, wird alles mit reichlich Sojasauce abgelöscht und mit Pfeffer gewürzt. Dann kommen die abgeschreckten Bandnudeln hinzu und man vermengt alles gut miteinander. Nach Geschmack die veganen Krautnudeln mit schwarzem Sesam bestreuen und noch heiß servieren!

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16 Kommentare
  1. Anke sagte:

    Liebe Uta!
    Danke für deine Rezepte und deine anderen tollen Ideen und Anleitungen!
    Grad in der jetzigen Zeit sind wir viel bei dir im Blog unterwegs.. Meine Tochter übt quasi lesen mit den Rezepten🤭
    Ich mag Krautnudeln saugern… Wir packen zum Weißkohl gerne Walnüsse dazu… Und löschen den Kohl nach m anbraten mit Wasser, Salz und Pfeffer, Thymian und etwas Senf ab…. Dann kommt etwas vegane creme fraiche dazu….

    Liebe Grüße, und haltet euch wacker!
    Anke🌼

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Anke!
      Vielen Dank für Deine liebe Nachricht! Ich freue mich sehr darüber – ganz liebe Grüße an Deine Tochter!
      Deine Krautnudel-Variation klingt soo lecker: das wird getestet!
      Alles Liebe von Uta

      Antworten
  2. Renata En sagte:

    Hallo Uta! Du hast hier ein ungarisches Traditionsessen quasi neu erfunden.Gefällt mir. Die ungarische Variante hat weich gekochten Kohl mit seehr viel Pfeffer und die extra für diese Speise erfundene Nudelsorte(kleine Nudelquadrate). Káposztás kocka heißt es dann auf Ungarisch.liebe Grüße

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Renata!
      Tausend Dank für diese Information! Das ist ja soo interessant! Wenn ich mal, was ich sehr hoffe, nach Ungarn komme, werde ich mir die Nudeln besorgen ☺️
      Wird der Kohl in Ungarn vorgekocht?
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  3. Heike sagte:

    Liebe Uta,
    vielen Dank dass du das Rezept mit uns teilst. Ich hab noch etwas Paprikapulver und Kümmel hinzugegeben.
    Es hat uns sehr geschmeckt, wie alle anderen Rezepte die wir bisher ausprobiert haben.
    Liebe Grüße aus der alten Heimat
    Heike

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Heike!
      Vielen Dank für Deine Rückmeldung! Kümmel ist bei Weißkraut immer eine gute Idee!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  4. Laura sagte:

    Liebe Uta,
    das Rezept klingt super lecker und wird nachgekocht sobald ich unseren Buben nicht mehr stille und Baby-Bauchweh drohen kann! 🙂
    Unser Rewe hat kurze Bio- Vollkorn Bandnudeln, vielleicht sind die etwas für euch? Eventuell gibt es die bei euch auch…
    Liebe Grüße und vielen Dank für deine tägliche Inspiration!!

    Antworten
  5. Johanna sagte:

    Liebe Uta,
    was für ein fantastisches Rezept. Ich habe es mir schon damals, als Du es in der Story gezeigt hast, abgeschrieben und seither gab es die Krautnudeln schon einige Male. Allerdings mit einer ordentlichen Priese Kümmel. Muss man mögen. Aber hier im Norden kann’s gar nicht kümmelig genug sein…
    Die ganze Familie ist begeistert. Also ein großes Dankeschön an Deine Schwester und an Dich fürs teilen. Mach unbedingt weiter so. Liebe Grüße, Johanna

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Johanna!
      Oh, das mit dem Kümmel ist eine gute Idee … das werde ich, zumindest für meine Portion, demnächst ausprobieren!
      Vielen Dank für Deine Rückmeldung!
      Alles Liebe von Uta

      Antworten
  6. Wolf sagte:

    Dieses Rezept habe ich vor ein paar Wochen auch „erfunden“. Allerdings ersetze ich die Bandnudeln durch Spätzle und packe noch ein bisschen Glutamat hinein (Umami!). Statt des Pfeffers nehme ich rote Currypaste und füge noch Kümmel dazu. Die Nudeln nach dem Kochen abzuschrecken ist – finde ich – nicht nötig.

    Antworten
    • Uta sagte:

      Lieber Wolf!
      Kein Wunder – Du bist mit meiner Schwester meines Wissens nach ja auch eng verwandt ;0)
      Sojasauce enthält ja natürliches Glutamat! Die Nudeln schrecke ich ab, damit sie nicht so zusammenkleben: wenn sie ungefähr zum selben Zeitpunkt fertiggekocht sind wie die Krautflecken, ist das nicht nötig.
      Liebste Grüße von meiner Küche in Deine Küche!
      Deine Uta

      Antworten
  7. Lene sagte:

    Meine Jungs mögen keine Sojasauce… wir kochen das Rezept aber ähnlich: Zwiebeln mit zusätzlich ein bisschen Zucker anbraten (der karamellisiert dann etwas), dann den Kohl dazu und nach ca 15 Minuten braten, wie du beschrieben hast, noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Köstlich 👍🏻
    Liebe Grüße
    Lene

    Antworten

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