Hattet Ihr schon einmal eine richtige Kunstausstellung in Eurem Garten hängen? Nicht? Dann bereitet Euch und Eure kleinen Künstler darauf vor, eine zu eröffnen: denn spätestens nächste Woche sollen die Temperaturen endlich dauerhaft auch tagsüber unter Null sinken und dann ist die Zeit gekommen für eine Eisbilderausstellung in Eurem Garten oder auf Eurem Balkon oder (mangels Garten oder Balkon oder einfach nur als wunderbare Kunstaktion im öffentlichen Raum) im nächstgelegenen Stadtpark!

Dazu braucht Ihr natürlich jede Menge Eisbilder! Diese sind so einfach herzustellen, daß diese Kunstaktion schon mit Dreijährigen sehr viel Spaß macht. Alles, was Ihr braucht, sind (möglichst beschichtete) Pappteller (runde oder eckige oder beides), Schnur und flache Naturmaterialien, die Ihr in die Eisbilder einfrieren wollt: wir nehmen zum Beispiel Beeren, Blätter, die ersten Schneeglöckchen aus dem Garten, aber auch Apfelscheiben, in die man mit Plätzchenausstechern Symbole stechen kann, Scheiben von Zitrusfrüchten, da sie in der Sonne besonders gut leuchten, Zimtstangen, Sternanis und rote Linsen.

Ganz besonders schön ist auch „Streudeko“, die wir aus Orangenschalen mittels winziger oder größerer Ausstecher in Sternen- und Herzform selbst ausstechen:

Dies ist natürlich nur eine Auswahl unserer Favoriten: sobald Ihr mit dem Eisbilder-Virus infiziert seid, wird sich Euch eine ganze Welt an Möglichkeiten eröffnen und Ihr werdet ganz sicher noch viele Naturmaterialien entdecken, die Ihr einfrieren könnt! Hat man eine Auswahl an Materialien und die beschichteten Pappteller draußen zurechtgelegt, kann es losgehen: die Kinder dürfen nach Lust und Laune in die mit Wasser befüllten Pappteller ihre „Bilder“ legen.

Ist das Bild laut Künstler fertiggestellt, wird als letztes die Schnur zum Aufhängen so hineingelegt, daß sie tief eingefroren wird: dazu schneidet Ihr ein mindestens 10 cm langes Stück Schnur aus Naturmaterial zurecht und legt es unter ein größeres Dekorationsobjekt des werdenden Eisbildes: sehr gut geeignet zum Befestigen der Aufhängeschnur sind Orangenscheiben, da sie schwer genug sind, die Schnur zu versenken. Wurden alle Schnüre im Wasser versenkt, heißt es nur noch Warten: bei entsprechenden Temperaturen gefrieren Eisbilder innerhalb weniger Stunden. Sind die Eisbilder komplett gefroren, nimmt man sie ganz einfach (ja, das geht bei beschichteten Papptellern tatsächlich ganz einfach: und der Umwelt zuliebe nehmen wir natürlich nach Möglichkeit  jedes Jahr dieselben Teller wieder!) vom Teller weg und hängt sie in die Bäume oder Sträucher!

Wenn man jetzt noch Glück hat, scheint die Sonne auf die Eiskunstgalerie unter freiem Himmel und bringt all die wunderbaren Farben so richtig zur Geltung!

Bei Eisbildern muß man vieles dem Zufall überlassen (eine wunderbare Übung für die Perfektionisten unter uns!), denn einige Materialien bewegen sich im Wasser und enden garantiert nicht da, wo sie der Künstler haben wollte. Aber wunderbar und einzigartig werden alle – garantiert! Der Bub wollte letztes Jahr zum Beispiel fast ausschließlich die roten Linsen verwenden, weil ihm das Einstreuen mit dem Löffel so viel Freude bereitet hat … und auch dieses Eisbild ist einfach nur wunderschön geworden:

Scheint die Sonne allerdings zu stark, bilden sich schon bald Eiszapfen an den Eisbildern und die Eiskunstausstellung droht hinwegzuschmelzen!

Deshalb versuche ich unsere Außengalerie erst dann zu eröffnen, wenn der Wetterbericht verläßliche Minustemperaturen auch tagsüber für mindestens eine Woche verspricht: denn eine Kunstausstellung mit eigenen Eisbildern muß ja gebührend bestaunt und gerne auch von geladenen Gästen besucht werden! Wie wäre es mit einer feierlichen Vernissage, zu der heißer Tee und Kekse gereicht werden? Es gibt so viele wunderbare Möglichkeiten, den Winter zu feiern: eine Eisbilderausstellung ist eine ganz phantastische davon! Probiert es doch auch einmal aus!

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