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Eingelegte Schlehen alias Frankenoliven

Als meine Schwiegermama mir vor Jahren erzählte, sie würde Schlehen wie Oliven einlegen, konnte ich mir absolut nichts darunter vorstellen: bis ich sie zum ersten Mal probieren durfte! Ich war sofort begeistert von diesem völlig neuen Geschmack – und mache sie seitdem jedes Jahr selbst ein. Die Zubereitung ist denkbar einfach und da zumindest hier in Franken noch immer so viele herrlich dicke Schlehen an den Sträuchern hängen, wollte ich Euch noch schnell dieses Rezept aufschreiben. Eingelegte Schlehen eignen sich auch wunderbar als kleines „Geschenk aus der Küche“ für liebe Menschen. Die „Frankenoliven“ (bei Euch heißen sie dann eben „Thüringer Oliven“ oder „Westfalen-Oliven“ … oder woher auch immer Ihr kommt!) werden wie herkömmliche Oliven verwendet: als Bereicherung des Antipasti-Tellers, auf Pizza, im Salat oder einfach als kleiner Snack.

Zutaten

  • 1 Bund Thymian (oder getrocknet 3 EL)
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 Nelken
  • 400 g Salz
  • 500 g Schlehen
  • kalt gepresstes Olivenöl

Zubereitung

Die Schlehen werden gewaschen und in ein gut schließendes, sehr großes Einmachglas gegeben. In einem Liter Wasser werden die Gewürze aufgekocht und anschließend (bei ausgestellter Herdplatte) das Salz hinzugefügt. Sobald sich das Salz vollständig aufgelöst hat und die Salzlösung etwas abgekühlt ist, gibt man sie vollständig über die Schlehen. Nun wird das Gefäß gut verschlossen und die eingelegten Schlehen dürfen mindestens zwei Monate lang darin ziehen.

Nach der Ziehzeit gießt man den Sud ab und entfernt die Lorbeerblätter, den Thymianbund und die Nelken. Habt Ihr losen Thymian genommen, darf der ruhig an den eingelegten Schlehen haften bleiben.

Nun werden die Frankenoliven in gut schließende Gläser gefüllt.

Als nächstes füllt man die Gläser mit den eingelegten Schlehen bis zum Rand mit gutem Olivenöl auf. Dabei bitte darauf achten, daß auch alle Schlehen gut mit Öl bedeckt sind!

Dann werden die Gläser gut verschlossen und beschriftet.

Die nun fertigen eingelegten Schlehen halten sich kühl und dunkel gelagert mindestens ein Jahr.

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6 Kommentare
  1. Sophia sagte:

    Wenn ich mal Schlehen finde, werde ich h es probieren.

    Kann man denn alles, was man in Öl / Olivenöl einlegt bis zu einem Jahr lagern? Oder kommt die Haltbarkeit durch das Ziehenlassen in salziger Lösung?

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Sophia!
      Hier kommen tatsächlich zwei Arten des Haltbarmachens zusammen! Die Salzlösung und das Olivenöl: Du kannst auch nicht salzige Sachen länger haltbarmachen, indem Du Olivenöl verwendest: das Gemüse muss nur komplett mit Olivenöl (am besten fingerbreit) bedeckt sein und es sollte dunkel und kühl gelagert werden!
      Liebe Grüße von Uta

      Antworten
  2. Renata En sagte:

    Liebe Uta,habe ich es richtig verstanden: die Schlehen ziehen 2 Monate lang im Sud und dann kommen sie erst in Olivenöl und neue Gläser?Danke, ich habe heute schon Schlehen dafür gepflückt.Liebe Grüße

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Renata!
      Ja, genau so funktioniert es!
      Ich freue mich sehr, daß Du es ausprobierst!
      Liebe Grüße von Uta

      Antworten
  3. Franziska Crössmann sagte:

    Hallo!
    Hört sich sehr lecker an!
    Müssen die Schlegel da vorher einen Frost abbekommen haben?
    Viele Grüße!

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Franziska!
      Nein, bei diesem Rezept nicht: im Gegenteil! Nach dem Frost werden sie ja oft matschig, das ist nicht so gut für eingelegte Oliven. Zum Einlegen erntet man die Schlehen vor dem Frost, aber wenn sie schon schön reif sind: jetzt ist also die ideale Erntezeit!
      Liebe Grüße von Uta

      Antworten

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