{Dieser Beitrag enthält Herzenswerbung für und zahlreiche wunderbare Bilder von Lisa Donnef,  Lichtblicke Fotografie}

Zuhause! Wer hätte gedacht, daß dieses kleine Wort einmal eine solch große Bedeutung erhalten würde wie jetzt, in dieser verrückten Corona-Zeit? Ich ganz sicher nicht – und schon gar nicht an ebenjenem Tag Anfang des Jahres, als mich die junge Fotografin Lisa Donnef anschrieb, um mich zu fragen, ob sie uns nicht einmal Zuhause besuchen dürfe, um Bilder von unserem Alltag zu machen. Ungestellt. Echt.

Zuerst zögerte ich: ich kenne mich! Dann putze ich wieder tagelang vor dem Termin und bin alles andere als entspannt! Und wofür? Meinen Alltag lebe ich jeden einzelnen Tag: muß der auch noch dokumentiert werden?

Und wer will Geschirr auf Abtropfgestellen sehen und unperfekt eingeräumte Küchenregale?

Die Antwort wurde mir erst richtig bewußt, als ich die fertigen Bilder vor mir sah: ICH will das sehen. Vielleicht nicht unbedingt jetzt, aber ganz sicher später: wenn ich ausgestiegen bin aus dem täglichen Hamsterrad von Essen zubereiten, Geschirr spülen, Böden wischen, mich über Krümel auf den frischgewischten Böden aufregen, Frisuren machen.

Denn auch wenn ich selbst sehr viel fotografiere: meinen Alltag fotografiere ich nicht sehr oft. Ein paar Handyschnappschüsse jede Woche, ja: aber mit der Spiegelreflex? Nein. Und das ist eigentlich schade. Denn wie heißt es immer so schön – und treffend! Unser Alltag ist ihre Kindheit!

Und mein Alltag spielt sich nun einmal zu einem großen Teil in unserer Küche ab. So werden mich meine Kinder sehr wahrscheinlich in Erinnerung behalten: in der Küche. Beim Zubereiten von Speisen. Meistens alleine, manchmal mit Hilfe.

Und wie schön ist es, wenn diese alltäglichen Momente einmal festgehalten werden!

Nach dem Fotoshooting meinte Lisa zu mir, daß sie diese Szene besonders berührt hätte: wie wir zusammen backen und Coco nebenbei am Eßtisch sitzt und zeichnet.

Weil es sie daran erinnerte, wie sehr sie es als Kind genossen hatte, am Küchentisch zu sitzen und Schulaufgaben zu machen oder zu malen, während die Mutter in der Küche werkelte. Und erst als sie mir diese Worte schrieb, kam in mir selbst diese wunderbare Erinnerung hoch: immer wenn ich bei meiner Oma war, gab es für mich nichts Schöneres, als am Küchentisch zu sitzen und vor mich hin zu malen, während sie ihrer normalen Küchenarbeit nachging und verführerische Düfte vom Herd aufstiegen. Kindheitsgold in seiner Reinform: und mir war vorher nie bewußt geworden, daß meine Kinder das jeden Tag so erleben!

Es ist so schön, den eigenen Alltag einmal von außen zu sehen: ihn mit den Augen von anderen betrachten!

Gerade die Situationen, die wir am alltäglichsten erleben, halten wir nie mit der Kamera fest. Meine Festplatte quillt über vor Bildern, die während unserer Urlaube und an Festtagen aufgenommen wurden. Aber der ganz normale Alltag? Das, was die meiste Zeit unseres Lebens ausmacht? Davon gibt es kaum Bilder: und wenn, dann keine, auf denen ich mit drauf bin. Denn seien wir mal ehrlich: meistens ist doch die Mama die Frau hinter der Kamera! Wie schön, jetzt Bilder von mir während der Tätigkeiten zu haben, die mein Leben zum großen Teil ausmachen!

Denn ich liebe meinen Alltag! Und ich liebe es, in der Küche zu werkeln! Und ich liebe es fast noch mehr, diese Liebe an meine Kinder weitergegeben zu haben!

Lisa durfte aber nicht nur einen Blick in das Herz unseres Hauses, in unsere Küche, werfen, sondern in alle Räume. Und auch da fand ich es äußerst spannend, unser Haus mit ihren Augen zu sehen!

Das schönste an einer Familienreportage durch eine professionelle Fotografin ist, daß diese sich ganz im Hintergrund hält und man schon bald vergißt, daß sie überhaupt da ist. So entstehen Situationen, die nicht gestellt wirken – und das sind doch die schönsten Bilder!

Besonders gelungen finde ich auch die natürlichen Kinderportraits, die während einer solchen Homestory entstehen.

Eine gute Familienfotografin läßt die Kinder einfach das machen, worauf sie wirklich Lust haben: sie läßt sie nicht posieren oder unnatürlich in die Kamera grinsen. Sie dürfen einfach ganz frei spielen – und dabei entstehen Bilder, die einen wirklich berühren.

Nebenbei hat Lisa auch wundervolle Bilder von unserem Zuhause gemacht: denn sie hat genau das, was einen exzellenten Fotografen ausmacht… den Blick für zauberhafte Details!

Ich kann also jedem nur empfehlen, den eigenen Alltag einmal von einer professionellen Familienfotografin oder einem professionellen Familienfotografen begleiten zu lassen!

Denn so wenig mondän uns unser Alltag oft erscheinen mag: er ist es vor allem, was unser Leben und das unserer Kinder ausmacht!

Diesen Alltag mit den Augen eines anderen zu sehen, hilft einem, selbst wieder das Heilige, das Wunderbare in ihm zu entdecken! Was für ein Geschenk!

Unseren Alltag feiern! Das sollten wir viel öfter: auch oder gerade in diesen unsicheren Zeiten, in denen einem manchmal die Lust zum Feiern abhanden kommt.

Denn das größte Glück im Leben, das ist nicht die ersehnte Urlaubsreise oder irgendein großes Event, auf das man wochenlang hinfiebert. Das größte Glück im Leben sind die Stunden, die wir fröhlich und unbeschwert mit unseren Liebsten verbringen.

Glück ist nämlich meistens ganz klein: so klein wie eine frischgebackene Zimtschnecke, ungefähr.

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20 Kommentare
  1. Kathi sagte:

    Was für wunderschöne Bilder von euch und eurem Zuhause! Ich bin schon länger am Überlegen, ob sich sowas für uns auch „lohnt“ (nur ein Kleinkind) – aber ich glaube, man vergisst später diesen Alltag und hält ihn eben zu selten fest.. Dabei bin ich große „die kleinen schönen Dinge im Alltag“ – Verfechterin. Danke fürs Teilhaben lassen. Liebe Grüße, Kathi

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Kathi!
      Ich kann Dich nur dazu ermuntern, es Euch zu gönnen: wie gerne hätte ich jetzt eine solche Reportage aus unserer alten, engen Doppelhaushälfte, in der die Mädchen geboren wurden!
      Jeder noch so profane Alltag ist es wert, von Zeit zu Zeit festgehalten zu werden!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  2. Ulrike sagte:

    Liebe Uta, herzlichen Dank, dass du diese schönen Familienerinnerungen mit uns teilst. Dein Zuhause ist wunderschön. Ich bewundere deinen guten Einrichtungsgeschmack aber auch die tägliche Arbeit, um so ein großes liebevoll ausgestattetes Haus und deine Familie zu umsorgen. Liebe Grüße, Ulrike

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Ulrike!
      Danke für Deine lieben Worte! Ja, so ein großes Haus mit Garten ist auch viel Arbeit … aber die hohe Lebensqualität ist mir die Mühe allemal wert!
      Trotzdem träume ich schon jetzt vom Tiny House nach der Familienphase ;0) Alles zu seiner Zeit!
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten
  3. mavalalile sagte:

    Liebe Uta,
    einfach wunderbare Fotos und ein toller Text… Da wird einem ganz warm ums Herz 💜!
    LG

    Antworten
  4. Sabine sagte:

    So einen wunderbaren Einblick den du uns gegeben hast, auch für die tollen Worte für die Seele! Du inspiriert mich sehr, im wahrnehmen des Alltags,….

    Mit umarmenden Grüßen Sabine

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Sabine!
      Wenn ich das erreiche, habe ich alles erreicht, was ich mir hier vorgenommen habe! Danke für Deine lieben Worte!
      Ich umarme Dich zurück!
      Uta

      Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Betti!
      Danke für Deine lieben Worte: und ja, wir haben endlich UNSER Zuhause gefunden!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  5. Marla sagte:

    Das sind so wunderbare Bilder und du hast auch wirklich die passenden Worte dazu gefunden. Es sieht wirklich toll aus und erinnert besonders jetzt an die wunderbare Zeit des Alltags. Toll! 🙂

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Marla!
      Ich danke Dir sehr für Deine lieben Worte: und ja, besonders jetzt ist es ein Segen, ein gemütliches Zuhause zu haben!
      Alles Liebe von Uta

      Antworten
  6. Sophie sagte:

    Liebe Uta. Es sind wirklich ganz wundervolle Bilder geworden.
    Vor allem aus einem anderen Blickwinkel und mit dir in Aktion.

    Die Kindheitserinnerung (am Küchentisch die Schularbeiten machen, während Mama oder Oma werkelten) macht mir auch immer wieder ein ganz warmes Gefühl ums Herz.

    Eine gelungene Reportage.
    Vielen Dank, dass du die Einblicke mit uns teilst.

    Liebe Grüße aus Jena
    Sophie

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Sophie!
      Vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung! Ich finde auch, daß Lisa uns mit ihrer Kamera ganz und gar erfasst hat:
      jetzt fehlt nur noch eine Wochenend-Reportage mit dem Liebsten!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten

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