Zu Sankt Martin am 11. November gestalte ich den Jahreszeitentisch nicht komplett um. Wie auch in der Natur, werden die Farben etwas weniger und ich entferne die orangefarbenen Tücher. All die Pflanzen, die nun draußen auch nicht mehr zu sehen sind, tauchen auch nicht mehr auf unserem Jahreszeitentisch auf: bei uns waren das die Sonnenblumen, die Rose und die Calendula-Blumenmädchen. Da aber noch immer Herbst ist und wir noch ganze drei Wochen bis zum Advent haben, darf vieles noch stehen bleiben: die Pilze, all die gesammelten Naturschätze wie Kastanien, Eicheln und Bucheckern, die Eichelmännchen mit den Filzeicheln, die Hagebuttenkinder und der kleine Junge mit seinem Drachen.

Die Apfelbäume werden durch den kahlen Baum ersetzt, auf dem nun die Vögel sitzen, die bei uns überwintern werden. Der Herbstreigen darf noch für ein paar Wochen weitertanzen und das Lampionblumenmännchen trägt seinen Lampion durch den dunklen Wald. Neu hinzu kommt in der Martinszeit die kleine Holzstadt, durch die unser Laternenkind seine Laterne trägt.

In den Mittelpunkt des Jahreszeitentisches gehört natürlich Sankt Martin mitsamt Pferd, (teilbarem) Mantel und Schwert – und selbstverständlich auch der bettelarme Mann, mit dem er seinen Mantel geteilt hat. Heute beginnt schließlich die Martinszeit, die uns in den vor uns liegenden Wochen bis zum Advent die Gelegenheit gibt, mit unseren Kindern über all die Werte zu sprechen, für die der heilige Martin steht: Erbarmen, Mitleid, Selbstlosigkeit und die Freude am Geben, die keine Gegenleistung erwartet.

In der nun immer dunkler werdenden Zeit dürfen natürlich einige Kerzen auf dem Jahreszeitentisch nicht fehlen.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Martinszeit!

 

 

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