Noch steht unser Jahreszeitentisch ganz im Zeichen der Martinszeit: aber morgen werde ich ihn zum Advent ganz neu gestalten und um mich und Euch schon ein wenig darauf einzustimmen, zeige ich Euch heute die beiden Adventstische der letzten Jahre. Einerseits, um Euch Anregungen für Euren eigenen Jahreszeitentisch zu geben, andererseits aber auch, um Euch zu zeigen, daß ich jedes Jahr ein wenig anders gestalte. Das Gestalten des Jahreszeitentisches darf und soll spielerisch geschehen! Bei uns stehen im Advent zwei zentrale Elemente im Mittelpunkt des Tisches: zum einen die Adventsspirale, an der jeden Tag im Advent eine weitere Kerze entzündet wird, bis sie schließlich an Heiligabend im vollen Glanze erstrahlt. Zum anderen natürlich der Stall von Betlehem, in dem das Wunder der Geburt Jesu geschah. Unser Stall, den uns vor vielen Jahren ein lieber Freund geschreinert hat, hat zwei Seiten: eine mit einem offenen Tor und eine mit verschließbaren Türen. Zu Beginn der Adventszeit ist der Stall bei uns noch verschlossen. Da sich Maria und Josef mit dem Eselchen noch auf langer Wanderschaft (durch unsere Küche!) befinden, steht im Stall nur die leere Krippe, neben der das Öchslein ruht.

Für jede liebe Tat, die ein Kind von sich aus im Advent begeht (das kann alles sein: vom unaufgeforderten Ausräumen der Spülmaschine bis zum Zeitgeschenk an den kleinen Bruder, um mit ihm ein Spiel zu spielen), darf es sich einen Strohhalm aus dem Körbchen in der Schublade nehmen, damit das Jesuskind am Ende der Adventszeit im kalten Stall wenigstens warm liegt: mit diesen Strohhalmen wird der Stall nach und nach gefüllt und die Liebestaten der Kinder so sichtbar. Vor oder neben dem Stall stehen und sitzen die Hirten bei ihren Schafen.

Sie sitzen vielleicht um ein Feuer in Form eines Bienenwachsteelichtes herum und ahnen noch nichts vom großen Ereignis, das sie erwartet. Und das ist auch das Besondere am Jahreszeitentisch im Advent: er verändert sich stetig und nach und nach wird die Weihnachtsgeschichte sichtbar und erlebbar. Aber nicht nur die Weihnachtsgeschichte! Auch die Ankunft des Nikolauses kündigt sich einige Tage vor dem Nikolaustag am 6. Dezember an:

Zu Beginn der Adventszeit stapft er mit seinem Knecht Ruprecht durch den Tannenwald in Richtung des Zimmers, um dann nach dem Nikolaustag in die entgegengesetzte Richtung, wieder in den Wald zu laufen.

Wenn Anfang Dezember beim Adventsgärtlein in unserer Gemeinde „Maria durch ein´ Dornwald ging“ gesungen wird, darf auf unserem Jahreszeitentisch die geliebte Karte dazu nicht fehlen:

Aber auch das bunte Treiben im Schnee bekommt seinen Platz auf unserem Jahreszeitentisch: und sei es nur, um die ersehnte weiße Pracht wenigstens im Haus zu haben!

Ein Schlittenhang kann ganz einfach gestaltet sein oder etwas opulenter:

Geht es dann auf Heiligabend zu, verkündet der Engel den Hirten auf dem Felde die große Freude:

Maria und Josef werden bei uns mitsamt dem Eselchen, auf dem Maria reitet, die ganze Adventszeit über von den Kindern näher an den Stall gerückt, Stück für Stück. Ihre Reise beginnt am 1. Dezember auf dem Regal unserer Küche, das am weitesten entfernt vom leeren Stall in Betlehem ist. Jeden Tag kommen sie durch die Hilfe der Kinder ihrem Ziel näher, bis sie den Stall dann am 24.12. erreichen. Von den Kindern unbemerkt, findet dann im Stall das Weihnachtswunder statt: der Stall wird umgedreht, er ist nun offen und nach der Bescherung liegt das Jesuskind in der Krippe, die Hirten bewundern den Sohn Gottes und die Engel frohlocken um den Stall herum.

Die Heiligen Drei Könige folgen auch schon dem Stern – aber anders als in vielen Krippen dargestellt, sind sie noch auf dem Weg zum Jesuskind und treffen erst am Dreikönigstag, dem 6. Januar, in Betlehem ein.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit und ganz viele besinnliche Stunden, um dem Weihnachtsgeschehen Raum im Herzen zu geben: ganz weit weg von der Hektik der Innenstädte, in Ruhe und mit viel Kerzenlicht.

 

2 Kommentare
  1. Christina sagte:

    Liebe Uta, deine Worte und euer Jahrestisch berühren mich sehr. Auch ich wünsche Dir und Deiner Familie eine zauberhafte Adventszeit mit vielen schönen und besinnlichen Stunden und ganz viel Raum für das Weihnachtswunder. Ich werde dieses Jahr die Adventszeit mit einem Adventsworkshop entspannt beginnen und freue mich sehr darauf, dieses Jahr die Adventszeit langsam anzugehen. Von Herzen alles Liebe

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweise zur Verarbeitung Deiner Angaben und Widerspruchsrechte: Datenschutzerklärung.