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Unser langer Weg zur veganen Ernährung

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Wie die meisten vegetarisch oder vegan essenden Menschen sind wir erst im Laufe vieler Jahre auf diesen Weg geraten: in omnivore Familien geboren, war es für uns ganz einfach normal, Tiere zu essen. Es war so normal, daß man uns nicht einmal darüber aufklärte, daß das die Überreste toter Tiere waren, die wir Lyoner oder Salami nannten. Fleisch gehörte in unserer Kindheit zum festen Bestandteil des Essens. Wenn wir auch beide Mütter hatten, die nicht jeden Tag die riesigen Fleischberge auf den Tisch brachten, so war es doch immer irgendwie dabei: die Wienerle in der Kartoffelsuppe, der Schinken in den Schinkennudeln und der Speck in der Quiche – alles ganz normal. Und da alle so lebten, wurde diese Norm auch nicht infrage gestellt … bis in unserer Jugend die ersten Vegetarier in unserem Freundeskreis auftauchten. Denn wenn man in den Neunziger Jahren in einer Schwäbischen Kleinstadt so richtig rebellieren wollte, dann war Vegetarismus genau das richtige Mittel zum Zweck! Die Idee, keine Fleischprodukte mehr zu essen, war also erstmals da – aber die Umsetzung viel zu umständlich, da wir uns ja noch jeden Tag an Mutters Tisch setzten.

Das änderte sich also erst mit dem Auszug von Zuhause: und als ich, gerade mal 19 Jahre alt, mit dem Liebsten zusammenzog, war ganz schnell klar, daß wir nicht mit Fleisch kochen wollten, da wir beide rohes Fleisch weder anfassen noch verarbeiten wollten – kein Wunder! Rohes Fleisch kann man sich nicht schönreden. Da verschwinden die Leichenteile nicht, wie in einer Bolognese oder einem Geschnetzelten, in einer leckeren Sauce. Da schauen sie Dich beim Verarbeiten direkt an. Und das konnten wir nicht ertragen. Doch wieder hat dieser Umstand, in dem wir uns völlig einig waren, nicht dazu geführt, daß wir das Fleischessen komplett aufhörten: aber es führte immerhin schonmal dazu, daß das gesamte Kochrepertoire, das wir uns als junges Paar gemeinsam aneigneten, vegetarisch war – bis auf Fisch, den wir problemlos zubereiten konnten und deshalb auch aßen. Rückblickend kann man sagen, daß unser Weg zum Ethischen Essen ein sehr langer war und immer in kleinen Schritten erfolgte, weshalb ich auch niemals jemanden verurteilen würde, der sich noch am Anfang dieses Weges befindet! Wenn man in eine Familie und eine Kultur hineingeboren wird, in der es als normal gilt, Lebewesen zu verzehren, dann ist dieser Weg lang und oftmals auch steinig: denn Menschen, deren Essen verschmäht wird, reagieren sehr persönlich und mitunter tief verletzt. So haben wir uns auch während der ersten Jahre unseres Zusammenlebens darauf geeinigt, daß wir selbst nicht mit Fleisch kochen wollen, aber auswärts, also in unseren Familien, bei Freunden oder wenn wir zum Essen ausgeführt wurden, weiterhin Fleisch essen würden. Wer enttäuscht schon gerne seine Mutter, an deren Tisch man nur noch selten sitzt – oder gar seine Oma? Wie die meisten Menschen gingen wir auch dort erst einmal den einfachsten Weg – und auch sonst waren wir vom Label „Vegetarier“ noch weit entfernt: die Salami auf dem Brot, ein Döner unterwegs und der berühmte Hotdog bei IKEA – all das war noch „normal“. Aber es fühlte sich immer weniger gut an.

Und so beschlossen wir im Jahre 2000, als wir aus dem Schwabenland weg nach Franken zogen, nun wirklich vegetarisch zu essen: die Salami und die Lyoner wurden durch vegetarische Aufstriche und Käse ersetzt, wenn wir Essen gingen wählten wir die vegetarische Option (die meistens aus Käsespätzle bestand) und erstmals kündigten wir an, wenn wir irgendwo zum Essen eingeladen waren, daß wir kein Fleisch essen würden. Puh. Was für ein Schritt! So lebten wir schon 4 Jahre vegetarisch, als sich 2004 unser erstes Kind ankündigte: und nachdem die Übelkeit der ersten Schwangerschaftsmonate verklungen war, setzte bei mir ein Heißhunger auf Wurstwaren ein. Die Frauenärztin und die Hebamme waren sich schnell einig: ich solle auf meinen Körper hören und ihm geben, wonach er verlangte … und so zogen nach vier fleischlosen Jahren wieder Wurstwaren und Fisch in unseren Haushalt ein. Und blieben dort eine ganze Weile. Denn wenn man das erste Kind bekommt – und in unserem Falle war es sogar das erste Kind im gesamten Umfeld – bekommt man auch ganz viele Ratschläge, wie man ein Kind zu versorgen habe. Und in einem waren sich alle einig: ein Kind braucht Fleisch. All die Nährstoffe! All das Eisen! Die Fleischlobby hat in diesem Land wirklich ganze Arbeit geleistet, so daß man ein wirklich gutes Selbstbewußtsein und viel Fachwissen über vollwertige Ernährung braucht, um gegen all diese Stimmen sein Kind vegetarisch zu ernähren. Leider waren wir als junge Eltern noch nicht so weit – und so wuchsen unsere beiden großen Töchter erst einmal mit Wurst, Wienerle und Fischstäbchen auf, bei einer vegetarischen Grundversorgung, jetzt immerhin nur noch in Bioqualität.

Aber irgendetwas in mir hatte sich verändert: ich wollte es einfach nicht akzeptieren, daß mein Körper mich dazu „zwang“ Sachen zu essen, die ich eigentlich überhaupt nicht mehr essen wollte! Und so begann ich, mich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Endlich! Ich verschlang die Bücher von Max Otto Bruker und Barbara Rütting und fing immer mehr an, meine Familie vollwertig zu ernähren. Ich erkannte die Wichtigkeit biologischer Landwirtschaft und wir wendeten uns ab von den Discountern und hin zu den Bioläden, die später zu Biosupermärkten wurden. Mit der Geburt unserer ersten Tochter wechselten wir auch die Kirche und begaben uns immer weiter hinein in die Waldorfwelt, in der schon viele vegetarisch und vollwertig lebten. Es fehlte also nur noch ein ganz kleiner Anstoßer, um uns restlos von der vegetarischen Ernährungsweise zu überzeugen: und den bekamen wir im Jahre 2010 mit dem Buch „Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer. Aber „kleiner Anstoßer“ ist natürlich völlig untertrieben: dieser Mann hat mich mit seinem Buch von einer Klippe geschubst! Mir wurde so vieles plötzlich so klar – die emotionale Seite des Essens, die Rolle, die unsere Umgebung dabei spielt und vor allem: daß wir uns nicht weiter einreden sollten, daß wir unseren Kindern ein Wienerle in die Hand drücken würden. Wir gaben ihnen ein Leichenteil zu Essen! Ein totes Tier. Uff. Das saß. Und von da an gab es kein Zurück mehr.

Unsere 2009 geborene dritte Tochter wuchs also schon konsequent vegetarisch auf, allerdings mit vielen Milchprodukten. Doch auch dieses Kapitel unseres Ernährungsweges sollte sich bald dem Ende zuneigen: denn mir ging es gar nicht richtig gut, mit dieser milchproduktelastigen Ernährung. Ich war ständig müde (was ich auf die drei Kleinkinder im Alter zwischen 1 und 5 schob) und ständig aufgebläht. Kein schönes Körpergefühl. Eine befreundete Heilpraktikerin meinte, für sie sähe das ganz nach einer Milcheiweißunverträglichkeit aus: und die einfachste Art, das festzustellen, wäre, sechs Wochen einfach mal alle Milchprodukte wegzulassen. Hatte sie da „einfach“ gesagt?? Wie gesagt: wir sprechen vom Jahre 2011. Da kannte ich noch keinen einzigen Veganer und meine Ernährung bestand zu einem großen Teil aus Milchprodukten, Vollkorngetreiden, Gemüse, Obst und Eiern. Wie sollte ich denn bitte den Joghurt im morgendlichen Frischkornbrei, die Milch im Kaffee und den ganzen Käse in unseren Hauptmahlzeiten ersetzen? Aber ich war natürlich neugierig geworden: und so erkundete ich erstmals die Welt der pflanzlichen Ersatzprodukte in unserem Bioladen, die damals noch recht überschaubar war. Der Sojajoghurt war lecker, die Sojamilch ging gar nicht: also blieb das Müsli und der Kaffee wurde sechs Wochen lang durch Tee ersetzt. Ich beschäftigte mich mit neuen Rezepten, die ohne Sahne und Käsemassen auskamen und siehe da: unsere Teller blieben nicht leer. Es war möglich, ohne Milchprodukte zu leben. Und das Beste: es ging mir viel, viel besser! Ich nahm einige Kilo ab, fühlte mich vital und frisch, war nicht mehr aufgebläht: ein ganz neues Lebensgefühl! Der Grundstein zur veganen Ernährungsweise war gelegt. Und doch dauerte es wieder ein paar Jahre, bis sich diese neue Ernährungsform wirklich etabliert hatte: denn die Familie klammerte sich an ihren Käse und an ihre Milch und da ich niemandem eine Ernährungsform überstülpen wollte, beließen wir es dabei. Aber ich hatte für mich erfahren, wie gut es mir mit veganer Vollwertkost und viel frischem Obst und Gemüse ging – und so war für mich ganz klar, in welche Richtung es gehen sollte.

Schon während der Schwangerschaft mit meinem letzten Kind 2014 ernährte ich mich fast vegan. Ausnahmen gab und gibt es bis heute. Denn vegane Vollwerternährung soll mir und meiner Familie gut tun und Spaß machen – und nicht von Verzicht geprägt sein. Einen letzten großen Motivationsschub für mich – aber insbesondere auch für den Liebsten, der sich mit veganer Ernährung noch nicht so recht anfreunden konnte, war das 2015 erschienene Buch „How not to die“ von Dr. Michael Greger. In diesem bahnbrechenden Werk wird anhand unzähliger wissenschaftlicher Studien und Quellen bewiesen, daß eine vegane Ernährungsweise nicht nur nicht schädlich (das war für uns natürlich ein wichtiger Punkt bezüglich der Ernährung unserer Kinder in der Wachstumsphase), sondern die gesündeste von allen ist und man mit ihr den meisten Zivilisationskrankheiten vorbeugt. Und wer möchte das nicht? In den vergangenen Jahren habe ich so viel in meiner Küche experimentiert, daß wir mittlerweile ein stattliches Repertoire an veganen Hauptmahlzeiten haben, die allen schmecken. Über manche dieser Gerichte streut sich das ein oder andere Familienmitglied noch Käse – und auch das ist in Ordnung für mich. Wir kaufen seit Jahren keine Milch, keine Sahne, keinen Joghurt und keine Eier und es wird auch nicht mehr danach gefragt. Wenn unsere Kinder bei anderen mit Genuß ein Ei oder Milch verspeisen, dann gönne ich ihnen das von Herzen: wir würden es ihnen auch niemals verbieten. Sie sollen selbst entscheiden, wie sie sich ernähren wollen, wenn sie in wenigen Jahren unser Haus verlassen – aber immerhin wissen sie dann, daß es keinen Verzicht bedeutet, sich vegan zu ernähren. Und daß es sich auf allen Ebenen – der körperlichen wie der ethischen – einfach nur richtig und gut anfühlt. Und so wollen wir leben.

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29/09/2019/10 Kommentare/von Uta
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10 Kommentare
  1. Sina sagte:
    27/04/2023 um 18:19

    Liebe Uta, ich finde euren Weg wunderbar und er macht mich sehr nachdenkich. Wunderbar ist, dass es für die Kinder keine Verbote gibt und dass sie heute alle selbst so wunderbare vegane Rezepte kochen können und dem Wienerle vorziehen. Interessieren würde mich noch, ob es die Omis und Mütter voll und ganz akzeptiert haben und auf einem Familienfest dennoch auch auf ihre Kosten kommen? Es schaut auf euren Fotos auf jeden Fall so aus, als sei es vollkommen in Ordnung für alle Generationen und als habe keiner mehr andere Erwartungen.

    Antworten
    • Uta sagte:
      28/04/2023 um 08:15

      Liebe Sina!
      Wir haben ja gerade Konfirmation gefeiert und für uns war von vorneherein klar, daß wir unser Geld nicht für tote Tiere ausgeben würden: also haben wir vier verschiedene vegetarische und vegane Gerichte zur Auswahl gestellt und niemand hat nach Fleisch gefragt. Ich glaube, wenn man selbst sicher in seiner Entscheidung ist, wird das auch von anderen nicht so sehr in Frage gestellt! Tatsächlich färbt das Vorleben aber nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf die Eltern ab: meine Schwiegereltern und meine Eltern kochen seit Jahren ebenfalls nicht mehr mit Fleisch – sie essen es teilweise noch außer Haus, aber das ist ja auch schonmal was!
      Ich kann Dich also nur darin bestärken, Deinen Werten zu folgen: Du wirst überrascht sein, wie viele diesen Weg gerne mitgehen werden!
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten
      • Sina sagte:
        28/04/2023 um 17:04

        ❤️

        Antworten
  2. Carolin sagte:
    07/07/2021 um 10:41

    Liebe Uta!

    Wie spannend! Danke für diesen ausführlichen Einblick in euren Weg. Sehr interessant… wir gehen auch kleine Schritte und ich versuche nach und nach unseren gesunden, nachhaltigen, umweltbewussten Weg zu finden.
    Was mir noch Schwierigkeiten bereitet, habe dazu schon auf dem Blog gesucht und noch nichts gefunden:
    Wie macht ihr es mit Abendessen bzw. der zweiten Mahlzeit des Tages, Stichwort Vesper/Brotzeit. Ich koche und esse sehr gerne warm, aber 2x am Tag kochen ist mit den kleinen Kindern gerade sehr aufwändig. Das „normale“ Vesper besteht ja aus Käse und Wurst 🙈 Käse/Milchprodukte/Milch esse/trinke ich seit Jahren nicht mehr. Bei pflanzlichem Käse fand ich die meisten nicht so lecker und da hat man wieder das viele Plastik. Auch bei veganer Wurst. Und es ist womöglich auch hier viel Zucker drin!? Die fertigen Aufstriche aus dem Glas sind auch häufig so stark im Geschmack…
    Gibt es dazu schon was auf dem Blog?

    Und ging es euch anfangs auch so, dass ihr nicht satt wurdet? Man muss echt viel mehr essen, als wenn Fleisch und Käse dabei ist, was schnell sättigt. Habe hier einen sehr hungrigen Mann, der immer sehr gern Fleisch gegessen hat und der noch etwas schwankt, aber am Umdenken ist 😉

    Durch dich konnte ich schon viele tolle und leckere Sachen auf den Tisch bringen… Danke!! ❤️

    Deinen Essenswochenplan auf Instagram fand ich immer wieder toll! Denn ich habe mir irgendwie immer zu viel vorgenommen: immer was Neues ausprobieren (ich koche halt so gern), aber mit kleinen Kindern ist zu viel Experimentieren eh nix 😂
    Und dann hab ich gesehen, dass bei dir immer wieder mal dasselbe auftaucht. Das entlastet ungemein. Und ich freue mich schon auf die Vorstellung eures Essensplans/Magnettafel. Ich bin immer wieder am neu überdenken und strukturieren (ich liebe Struktur, die den Alltag erleichtert!!) und möchte mir die Essensplanung/Einkaufsliste usw. noch ein wenig optimieren. Habe schon Ideen!

    Ohje, das wurde ein langer Kommentar…😅

    Liebe Grüße wie immer aus dem Schwabenländle 😉 Carolin

    Antworten
    • Uta sagte:
      12/07/2021 um 06:53

      Liebe Carolin!

      Ich freue mich immer, von Dir zu hören! Danke für Deinen ausführlichen Kommentar!
      Früher habe ich tatsächlich fast immer zweimal täglich gekocht: aber das habe ich zum Glück vor ein paar Jahren aufgegeben. So ein Aufwand! Wir essen aber tatsächlich auch gar nicht so viel Brot: wenn, dann mit veganem Käse (wir LIEBEN den Bedda Bockshornklee!) und veganer Wurst von Rügenwalder. Das ist zwar leider viel Plastikmüll, aber die Kinder lieben ihre „Wurstbrote“ und es ist tatsächlich gar nichts Schlimmes in der „Wurst“. Von den Aufstrichen aus dem Glas sind meine Kinder leider auch nicht so begeistert.
      Allerdings essen wir eben meistens auch Reste vom Tag zuvor oder Müsli. Die Großen machen sich auch mal eine Nudelsuppe oder warmen Haferbrei, wenn sie von der Schule kommen, oft auch Vollkorntoast mit Tomatensoße und veganem Käse, im Sandwichmaker warm gebacken.
      Meinen Essensplan wird es ab September wieder regelmäßig geben, im Moment bin ich zu sehr im Vorurlaubs-Vorbereitungsmodus ;0)
      Ich freue mich, Euren Essensplan immer wieder inspirieren zu können!

      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
      • Carolin sagte:
        12/07/2021 um 20:18

        Liebe Uta!
        Danke für deine ausführliche Antwort 🤩 Daraus kann ich mir wieder einiges mitnehmen ❤️ Ich wünsche Dir eine möglichst stressfreie Urlaubsvorbereitung und dann eine glückvolle Orangina-Tour 🚌 Liebe Grüße! Carolin

        Antworten
  3. Mel sagte:
    17/07/2020 um 19:03

    Ach wie toll, jetzt bin ich endlich auf den richtigen Artikel im Blog gestoßen. 😀 Da wir auch Camper sind würde mich interessieren, wie ihr euch ernährt, wenn ihr länger als Camper unterwegs seid. Da fehlen mir oft vegetarische (oder gar vegane) Ideen. 🙂

    Antworten
    • Uta sagte:
      18/07/2020 um 20:01

      Liebe Mel!
      Genau dazu habe ich lustigerweise noch einen Blogartikel vor dem Urlaub geplant…ich hoffe, ich schaffe es noch!
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten
  4. Anna sagte:
    01/10/2019 um 09:17

    Liebe Uta! Vielen Dank, dass du euren Weg zur veganen Ernährungsweise für uns aufgeschrieben hast. Es macht mir Mut, dass es auch in Ordnung ist, diesen Weg schrittweise zu gehen. Wir befinden uns als Familie auch auf diesem Weg und jeder geht ihn in seinem Tempo ? erstaunlich finde ich, dass meine jüngste Tochter mit 1,5 Jahren ganz intuitiv isst und beinahe alle tierischen Produkte von sich aus ablehnt. Aber mit Leidenschaft Dein Kichererbsencurry verputzt… Danke für deinen Input! ??
    Herzliche Grüße, Anna

    Antworten
    • Uta sagte:
      01/10/2019 um 14:25

      Liebe Anna!
      Vielen, vielen Dank für Deine Rückmeldung – das freut mich unglaublich! Viel Freude weiterhin auf Eurem Weg – denn Du weißt ja: der Weg ist das Ziel!
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten

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Geht zum @keramikmalstudio_eckental  bei @familyandfriends_eckental und malt euch auch glücklich ❤️
{Buchrezension / Rezensionsexemplar} Ich wollte d {Buchrezension / Rezensionsexemplar}

Ich wollte das neue Buch von Mareike Fallwickl lieben, weil ich die beiden Vorgängerromane „Die Wut, die bleibt“ und „Und alle so still“ SO SEHR geliebt habe.
Und ja, „Haltet euch fest“, erschienen im @rowohltverlag, ist ein richtig gutes Buch: erzählt wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Lebensgemeinschaft über viele Jahrzehnte und im Mittelpunkt steht ein Haus, das gebaut wurde, um andere Lebensformen als die typische Kleinfamilie zu ermöglichen und Menschen Sicherheit zu bieten, die in der Gesellschaft keinen Platz gefunden haben.
Im Haus, das Frieda und Sigrid sich 1978 erträumt und später dann gebaut haben, leben Menschen aller sexuellen Orientierungen zusammen als chosen family. Die Kinder, und davon gibt es reichlich, werden von allen gemeinsam „großgeliebt“ und einige dieser Kinder begleiten wir bis in‘s Erwachsenenleben: ihre Struggles mit der Welt außerhalb des Hauses, ihr Leiden an dem, was im Haus auch Negatives passiert ist und wie sie es Jahre später finden, in einer Utopie großgeworden zu sein.
Wir erleben Luzia, die feministische Theaterregisseurin, und ihre Freundinnen, wie sie so vieles anders und besser machen (wollen), immer auf der Suche nach echter Verbindung in größtmöglicher Freiheit. 
Und ja, mich haben Luzia, Marle und Frieda immer wieder sehr berührt. Die ganze Romanidee finde ich absolut großartig und auch „Haltet euch fest“ hätte wieder 5 von 5 Sternen von mir bekommen, wenn Mareike Fallwickl nicht immer und immer wieder in feministische Diskurse abgeglitten wäre.
Wir brauchen und wollen Bücher, die andere Lebensmodelle ganz natürlich erzählen und durch diverse Protagonist*innen ein breites Spektrum an Lebensrealitäten abbilden! Unbedingt!!
Aber bitte auf natürliche Art und Weise, in einem Roman ohne ideologischen Überbau.
Ich hatte zu oft das Gefühl, dass Mareike Fallwickl ihren Leser*innen noch über dieses und jenes Thema einen Vortrag halten wollte und ihren Protagonist*innen dann Abhandlungen in den Mund gelegt hat, die absolut nicht natürlich klingen. Schade!
Dennoch stabile 4 von 5 Sterne, weil es abgesehen davon ein ganz wunderbares Buch ist!

#utas_glueck_liest #mareikefallwickl
Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich aus den @fem Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich aus den @femme.founders.germany, die es leider nicht mehr gibt, unser kleiner Kreis von Freundinnen entwickelt hat: 
und dass wir es schaffen, uns etwa einmal im Monat im @littleindia_forchheim zu treffen! 
Denn ja, wir haben alle wahnsinnig viel zu tun: aber Zeit mit Freundinnen und dieser regelmässige Austausch kann gar nicht hoch genug priorisiert werden!! ❤️

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