Diesen Griechischen Bohnenauflauf hat ein Freund von uns letztes Jahr einmal zu unserem Gemeinde-Potluck mitgebracht und ich war sofort begeistert davon: denn auch wenn ich mein Gemüse normalerweise knackig mag, geht hin und wieder (vor allem im Winter!) doch nichts über ein sehr lange gekochtes Schmorgericht, bei dem alle Zutaten ihr maximales Aroma entfalten dürfen! Unser Freund, der Hausarzt ist, hat dieses Rezept zusammen mit vielen, vielen selbstangebauten großen Bohnen von einem griechischen Patienten bekommen und ich durfte zum Glück eine Kopie davon haben – und weil wir den Griechischen Bohnenauflauf jetzt schon viermal mit großem Erfolg gekocht haben, gebe ich das Rezept auch an Euch weiter: weil es einfach phantastisch schmeckt und weil es nie zuviele wohlschmeckende Gerichte mit Hülsenfrüchten in Euren Rezeptordnern geben kann. Die Zubereitung selbst dauert gar nicht so lange, man muß nur die Einweichzeit der Bohnen und die längeren Koch- und Schmorzeiten (während derer man ja nicht aktiv sein muß!) einplanen.

Zutaten

  • 500 g große Bohnen (Gigantes)
  • 3-4 Zwiebeln (je nach Größe)
  • 2 große Selleriestangen (bei sehr kleinen Stangen eher 4 Stück)
  • 4-5 mittelgroße Karotten
  • Tomatenmark (ca. eine halbe Tube)
  • 3 große oder entsprechend viele kleine Tomaten (wenn keine Tomatensaison ist, nehme ich eine Dose stückige Tomaten)
  • 2 große Paprikaschoten
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Knoblauchzehen
  • Oregano
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Gemüsebrühwürfel
  • 1/4 l Rotwein (wenn wir welchen geschenkt bekommen haben, nehme ich „echten“ Rotwein, aber normalerweise nehme ich alkoholfreien Rotwein)
  • eine kleine Tasse (ca. 150 ml) Olivenöl

Bitte immer biologisch angebaute Zutaten verwenden – es macht so einen großen Unterschied: im Geschmack und für unsere Erde!

Zubereitung

Die großen Bohnen in einen sehr großen Topf geben und mit viel Wasser bedeckt zwei Tage einweichen (im Originalrezept steht zwar über Nacht, aber das hat sich zumindest bei den Bohnen, die ich hier im Bioladen bekommen habe, als viel zu wenig erwiesen: dann sind die Bohnen leider noch hart. Wenn Ihr also sichergehen wollt, daß sie schön weich sind, weicht die Bohnen lieber zwei Tage vorher ein!).

Am Tag der Zubereitung werden die nun eingeweichten Bohnen abgeseiht, gründlich mit kaltem Wasser gespült und zurück in den (ausgeschwenkten) Topf gegeben. Nun wird frisches Wasser eingefüllt: so viel, daß die Bohnen zwei Daumen breit mit Wasser bedeckt sind. Dann wird das Gemüse (alles bis auf die Tomaten) kleingeschnitten.

Das kleingeschnittene Gemüse kommt zu den Bohnen in den Topf.

Nun gibt man noch den Rotwein, die Brühwürfel, das Tomatenmark, den gepressten Knoblauch, etwas Salz und Pfeffer aus der Mühle und drei Lorbeerblätter hinzu.

Der Topf wird auf die Herdplatte gestellt und langsam zum Köcheln gebracht. Kocht der Inhalt, dreht man die Hitze so weit hinunter, daß der Inhalt mit halb aufgelegtem Deckel gerade noch so vor sich hinköchelt. Eine Stunde sollte das alles mindestens kochen!

In dieser Zeit werden die frischen Tomaten vom Strunkansatz befreit und in kleine Würfel geschnitten (oder die stückigen Dosentomaten werden bereitgestellt) und man stellt sich eine kleine Tasse (ca 150 ml) Olivenöl, Salz und Pfeffer sowie Oregano bereit. Nach einer Stunde ist alles vorgekocht und man schüttet den gesamten Topfinhalt vorsichtig in eine große Auflaufform, in der er gleichmäßig verteilt wird. Darauf gibt man die Tomatenstücke (ebenfalls gleichmäßig verteilt), etwas Salz und Pfeffer und zu guter letzt die Tasse Olivenöl. Das alles wird nun noch mit Oregano bestreut.

Jetzt kommt der Griechische Bohnenauflauf bei 200 ° Celsius Ober-/Unterhitze in den Ofen – nach einer Stunde wird mit einer Gabel geprüft, ob die Bohnen schon weich sind: wenn nicht, darf der Auflauf noch eine Viertelstunde länger im Ofen bleiben (wer mehr Soße mag, kann jetzt noch eine große Tasse Wasser auf dem Auflauf verteilen). Wenn die Bohnen anfangen zu platzen, sind sie auf jeden Fall fertig.

Serviert wird der Griechische Bohnenauflauf mit reichlich Brot zum Auftunken der herrlich aromatischen Soße. Möge er Euch genauso gut schmecken wie uns!

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18 Kommentare
  1. Anja O. sagte:

    Liebe Uta, nach Rumkugeln und Plätzchen ist heute der Bohnenauflauf dran – hab dafür heute Rapunzels „Bunte Riesenbohnen“ aus der Dose genommen – schon fertig gekocht (gab’s in der Ökokiste). Das Gemüse wie im Rezept gekocht (das hätte ich jetzt schon so löffeln können, mhmm), und jetzt ist das ganze in meinem Ofenmeister im Ofen und ich freu mich sooo darauf!! Dazu gibt’s Dinkelbaguette vom Bio-Bäcker um die Ecke :))! DANKE für Deine tolle Seite!! Anja

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  2. Mel sagte:

    Ach Mensch…. ich bin jetzt ein bisschen traurig. Habe die Bohnen nun 2 Tage eingeweicht und wollte nun mit dem Vorbereiten beginnen und was sehe ich? Die Bohnen haben zu Gären begonnen. 🙁 Ich wollte nun fragen, ob Du sie im Kühlschrank einweichst oder an einem anderen speziellen Ort? Meine standen ganz normal in der Küche und das war wohl nicht die beste Idee?

    Also heute nochmal von vorne….. 😉 Ich gebe nicht auf!

    Liebe Grüße,

    Mel

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    • Uta sagte:

      Liebe Mel!
      Oh, das ist ja wirklich ärgerlich! Mir ist das tatsächlich noch nie passiert, aber es kommt wohl auch darauf an, wie warm die Küche ist? Im Kühlschrank bist Du aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite!
      Alles Liebe von Uta

      Antworten
      • Mel sagte:

        Liebe Uta, ich habe mich nochmal heran gewagt und mich im Vorfeld in das Thema „Bohnen einweichen“ eingelesen. Am besten soll es wohl mit abgekochtem Wasser und im Kühlschrank funktionieren. So habe ich es beim 2. Versuch gemacht und was soll ich sagen: Es hat geklappt! 😀 Vielen Dank für das tolle Rezept! Sogar mein kleiner Sohn ist begeistert. 🙂 Am tollsten finde ich, dass es am nächsten Tag -sogar kalt- lecker schmeckt! 🙂

        Antworten
        • Uta sagte:

          Liebe Mel!
          Vielen Dank für diese wertvolle Rückmeldung! Das ist ja ein toller Tipp!
          Jetzt habe ich ganz schlimmes Verlangen nach dem Bohnenauflauf 😆
          Liebste Grüße von Uta

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  3. Mareike sagte:

    Hallo liebe Uta, ich möchte den Auflauf kommende Woche machen. Der Bioladen im Dorf (und auch die anderen Geschäfte) hatten keine großen weißen Bohnen. Ich habe nur kleine bekommen. Meinst du, das geht auch oder wird das ganze dann nicht sämig genug? Da ich den Auflauf noch nie gemacht habe, kann ich das schlecht einschätzen. Danke Dir!

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Mareike!
      Mir hat vor kurzem eine Leserin geschrieben, daß es auch mit kleinen weißen Bohnen aus der Dose wunderbar geklappt und geschmeckt hat! Also wag es ruhig!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
      • Mareike sagte:

        Liebe Uta! Wollte Dir (und vielleicht anderen, die sich das selbe fragen, noch eine Rückmeldung geben. Habe normale weiße und getrocknete Bohnen genommen. 2 Tage eingeweicht, 1h geköchelt und dann fast 3h im Ofen gehabt, weil sie einfach nicht weich wurden. Habe dann für den Tag aufgegeben. Am nächsten Tag nochmal eine Stunde auf den Herd und sie waren essbar. Da die Soße allerdings zum reinlegen war (trotz verdünnen), habe ich mir die Bohnen auf die Liste geschrieben für den Einkauf in der Stadt. Dann wird es nochmal, mit den richtigen Bohnen gekocht!

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        • Uta sagte:

          Liebe Mareike!
          Vielen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung! Ich habe jetzt auch schon mehrfach die Rückmeldung erhalten, daß es auch mit weißen dicken Bohnen aus der Dose klappt! Ich hätte gedacht, daß diese bei der langen Kochzeit zu Mus werden, aber das ist wohl nicht der Fall!
          Ganz liebe Grüße von Uta

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  4. Corinna sagte:

    Vielen Dank für das tolle Rezept. Es war sehr lecker. Wenn man alles zeitlich gut eingeplant hat läuft er „nebenbei“. Große Gaumenfreude.

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  5. Isabella K. sagte:

    Boah danke Uta, das klingt mal wieder sehr köstlich und wird sicherlich probiert. Alkoholfreien Rotwein finde ich spannend, kannte ich gar nicht! Vielen Dank für deine Mühe! Alles Liebe!

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    • Uta sagte:

      Liebe Isabella! Ich bin gespannt, wie Dir der Auflauf schmeckt: ich liebe ihn! Alkoholfreien Rotwein habe ich auch erst vor kurzem entdeckt, alkoholfreien Weißwein nehme ich schon seit Jahren für meine Risotti! Das Aroma (auf das es ja ankommt!) ist genauso toll, es fehlt tatsächlich nur der Alkohol: un den braucht ja kein Mensch! Du findest ihn von der Marke Light Live (leider nicht bio) in fast jedem Getränkemarkt!
      Liebste Grüße von Uta

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