Früher war ich ja immer eine super ausgestattete Mutter: also früher, als unsere Kinder noch so klein waren, daß mindestens eines davon noch gewickelt werden mußte. Nie war ich ohne meine prall gefüllte Wickeltasche unterwegs, in der mitnichten nur Wickelsachen waren. In dieser Tasche waren Wechselklamotten, Spuck- und Feuchttücher, Trinken und gesunde Snacks, Spielzeug zur Beschäftigung, Kinderbücher und natürlich die gesamte Notfallausrüstung zur Erstversorgung von größeren und kleineren Wunden. Irgendwie fühlt man sich mit so einer Tasche ja wirklich unverwundbar, oder? Für alles gewappnet! Ein gutes Gefühl!

Zum Glück wurde das meiste in dieser Tasche dann doch nie gebraucht und sobald unser Jüngster windelfrei war, habe ich mich von dieser Wickeltaschenlast befreit: endlich wieder eine Handtasche, nur für mich! Mir hat die neue Freiheit sogar so gut gefallen, daß ich außer Tempotaschentüchern, Lippenpflegestift, Handy, Wasserflasche und Geldbeutel gar nichts mehr in der Handtasche hatte. Denn mit den Jahren merkt man ja, daß man nicht immer für alles gewappnet sein muß, auch, wenn man mit vier Kindern unterwegs ist: Spielsachen finden sich in der Natur zuhauf, Wechselklamotten haben wir zur Not im Auto und in dem Alter, in dem meine Kinder ständig irgendwelche Snacks brauchten, sind sie zum Glück auch nicht mehr. Und so war ich eine ziemlich sorglose Mutter – bis zum letzten September, als der Bub sich in einem Restaurant mitten in Nürnberg eine klaffende Platzwunde holte: der Bub war außer sich, überall war Blut und ich hatte nur ein nicht steriles Taschentuch in der Tasche, das ich verzweifelt auf die Wunde presste, während die Angestellten des Retaurants aufgeregt recherchierten, welcher Arzt noch aufhabe. Freitagnachmittag sah es da leider ziemlich schlecht aus und die Notfallpraxis öffnete erst eine Stunde später: nie habe ich mich mehr dafür verflucht, die Notfallausrüstung nicht in meiner Tasche zu haben! Schließlich war das schon die dritte Platzwunde in fünf Jahren und EIGENTLICH wollte ich IMMER zumindest Klammerpflaster bei mir tragen! Es ließ sich nicht ändern: also mit dem jammernden Buben in die nächste Apotheke, in der sich der Apotheker nach längerem Bitten und Betteln dann doch dazu hinreißen ließ, mir das Klammerpflaster nicht nur zu verkaufen, sondern es auch fachgerecht anzubringen. Das hat er zum Glück so gekonnt gemacht, daß wir in der nächsten Notfallpraxis dann beruhigt nach Hause geschickt wurden.

Was uns von dieser unangenehmen Episode geblieben ist? Eine weitere Narbe und die Angewohnheit, IMMER Klammerpflaster dabei zu haben. Klammerpflaster sind ab jetzt wirklich immer in meinem Geldbeutel, denn den habe ich zuverlässig dabei.

Allerdings habe ich nach diesem Schock nochmals unsere Notfallpäckchen überarbeitet, die wir seit vielen Jahren zumindest in Urlauben und bei Ganztagesausflügen bei uns tragen. Natürlich ist deren Inhalt auf die Bedürfnisse unserer Familie abgestimmt: wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit Bachblüten und Globuli gemacht, was auf Euch und Eure Familie ja nicht zutreffen muß. Aber vielleicht sind unsere Notfallpäckchen eine Anregung für Euch, darüber nachzudenken, was Ihr wirklich immer dabeihaben solltet?

Zwei verschiedene Päckchen haben wir aus folgenden Gründen: in dem großen Päckchen ist wirklich ALLES drin, was wir eventuell brauchen könnten, wenn wir uns nicht zuhause aufhalten. Das kleine Päckchen ist die abgespeckte Version davon: die absoluten Basics, die in jede Tasche und jeden Wanderrucksack passen.

Jetzt aber zum Inhalt. Wie gesagt: Ihr müßt diesen keineswegs genau so übernehmen und ich bin auch kein Arzt. Dies sind die Mittel, die unserer langjährigen Erfahrung nach bei UNSEREN Kindern helfen! All diese Produkte haben wir selbst gekauft und dieser Beitrag ist auch von niemandem gesponsert.

Das große Notfallpäckchen

  • Pflastermäppchen mit Pflastern verschiedenster Größen
  • Klammerpflaster
  • sterile Kompresse und kleine Mullbinde
  • Wund-Desinfektionsspray
  • Original Rescue-Creme aus Bachblüten (Unsere „Alles-wird-gut-Salbe“, die bei allen stumpfen Verletzungen eingesetzt werden kann und Beulen etc zuverlässig verhindert!)
  • Original Rescue Tropfen aus Bachblüten (bei jeder Art von Unfall/Schock/Verletzung)
  • Traumeel-Tabletten (homöopathisch, bei jeder Art von stumpfen Verletzungen, vor allem Verstauchungen)
  • Schmerztabletten
  • Hustenbonbons
  • Euphrasia Augentropfen
  • Taschentücher
  • Fenistil Gel gegen Insektenstiche
  • Notfallmedikamente für unsere Bienenstichallergikerin
  • Zeckenzangen
  • Pinzette
Folgende Globuli haben wir im großen Päckchen dabei: es hat sich sehr bewährt, den hauptsächlichen Verwendungszweck, sowie die Dosierung groß und deutlich auf einem Stück Maskingtape auf dem Fläschchen zu notieren!
  • Apis mellifica D 12 (Bienenstich!)
  • Ledum D 12 (Zeckenbiss, Insektenstiche)
  • Nux Vomica D 12 (Übelkeit)
  • Chamomilla D 12 (Bauchschmerzen)
  • Arnica C 30 (stumpfe Verletzungen aller Art)

Die Potenzen wurden uns von unserem homöopathischen Arzt und von unserer Heilpraktikerin so empfohlen: erkundigt Euch am besten, welches die für Euch geeigneten Potenzen sind.

Außerdem noch in unserem großen Notfallpäckchen, die bei uns am besten wirkende Erste Hilfe gegen Herpes:

  • Herpotherm Hitzestift (kann man auch bei Insektenstichen anwenden!)
  • Natrium chloratum D 12

Das kleine Notfallpäckchen

  • Victorinox Swiss Card (diese geniale Schweizer Erfindung im Scheckkartenformat enthält eine Schere, eine Pinzette, eine Nagelfeile und noch vieles mehr!)
  • Zeckenzange
  • sterile Kompresse und kleine Mullbinde
  • steriler Wundverband
  • Klammerpflaster
  • kleine Auswahl an Pflastern
  • 1 Schmerztablette
  • Arnica D 12 Globuli (bei allen stumpfen Verletzungen) in der Reisegröße
  • Original Rescue-Creme aus Bachblüten (Unsere „Alles-wird-gut-Salbe“, die bei allen stumpfen Verletzungen eingesetzt werden kann und Beulen etc zuverlässig verhindert!)
  • Original Rescue Tropfen aus Bachblüten (bei jeder Art von Unfall/Schock/Verletzung)
  • Original Rescue Globuli aus Bachblüten (bei jeder Art von Unfall/Schock/Verletzung)

Vielleicht konnte ich Euch ja ein paar Anregungen für Euer persönliches Notfallpäckchen geben? Ich wünsche Euch von Herzen, daß es möglichst selten benötigt wird.

 

 

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11 Kommentare
  1. Simone sagte:

    Liebe Uta,
    danke Dir vielmals, Dein Beitrag war mir eine Hilfe, mein Notfalltäschchen noch einmal zu überarbeiten. Ich habe mich jedoch auch für einen Fieberthermometer entschieden, kleine Anregung.
    Sei ganz lieb gegrüsst

    Simone

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Simone!
      Das mit dem Fieberthermometer ist tatsächlich eine tolle Anregung für das große Päckchen! Danke dafür und vielen Dank für deine Rückmeldung!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  2. Lena sagte:

    Liebe Uta,
    die Idee ist klasse. Ich erinnere mich noch gut an unsere erste Fahrradtour inklusive Bodenkontakt. Ich hatte leider nicht mal Wasser, geschweige denn ein Taschentuch dabei.
    Ich werde zeitnah an eine Umsetzung einer Notfalltasche nachdenken. Eine Sache beschäftigt mich allerdings noch, weil sie mir auch in unserer Hausapotheke immer wieder aufällt. Wir sind seltenst krank oder verletzt. Sortierst du dann aus? Mir würde es irgendwie schwer fallen, eine tolle Salbe nach 2 Jahren ungenutzt aussortieren zu müssen.
    Ich hoffe, du verstehst, was ich meine und hast vielleicht einen Tipp.
    Liebe Grüße
    Lena

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Lena!
      Ich verstehe absolut, was Du meinst: das ärgert mich auch (vor allem bei der Hausapotheke) immer wieder. Ich persönlich halte mich nicht sklavisch an Verfallsdaten: von meinem homöopathischen Hausarzt weiß ich zum Beispiel, daß Globuli überhaupt nicht verfallen können … egal, was auf der Packung steht. Bei Salben und Ölen mache ich alle halbe Jahre den Geruchstest: solange etwas nicht ranzig oder schlecht riecht, wird es benutzt. Gerade die Bachblütensalbe hält viiiiieeel länger als auf der Packung steht. Ich vertraue da auch ein bißchen meinem Bauchgefühl!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  3. Fräulein Rucksack sagte:

    Super Beitrag.
    Ich versuche auch immer das Erste Hilfe Set dabei zu haben.
    Neulich war unsere Tochter die Retterin bei einem Unfall und hat aus ihrer Radtasche immerhin Taschentücher zücken können. Danach hab ich ihr direkt eine eigene 1.Hilfe Tasche gekauft. Wo Kinder sind müssen Pflaster / Klammerstreifen sein… :o)

    Antworten
  4. Angela Franz sagte:

    Liebe Uta!
    Bisher blieben wir vor größeren Verletzungen verschont (nur die Schienbeine der Kinder blitzen regelmäßig in den verschiedensten Blautönen…). Trotzdem werde ich meine Erstehilfe-Ausrüstung für unterwegs aufstocken. Danke für den Tipp! Gute Erfahrungen habe ich ebenfalls mit Arnica-Globuli gemacht, sowie mit Sofortkühlpacks (von Aldi glaube ich…) und Pflastern.
    Uta, kannst du evtl mal etwas über eure Hausapotheke erzählen? Das fände ich interessant. Wieviel braucht man (zusätzlich zu deinem Notfalltäschchen zum Beispiel), wie lagerst du das usw.
    Alles Liebe!
    Anschi

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Anschi!
      Danke für Deine liebe Rückmeldung! Das mit der Hausapotheke notiere ich mir mal, das kann aber dauern (solche Beiträge sind unglaublich zeitintensiv!)!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten
  5. Anschi sagte:

    Liebe Uta
    Bisher blieben wir vor größeren Verletzungen verschont (dafür schimmern hier die Schienbeine der Kinder ständig in den verschiedensten Blautönen…). Ich werde mir trotzdem so ein Täschchen anlegen. Danke für deine Tipps! Könntest du evtl auch mal etwas über eure Hausapotheke schreiben? Eure Handhabung hier würde mich recht interessieren. Was lohnt sich auf Vorrat zu haben, was ist zu viel usw?
    Alles Liebe!

    Antworten
  6. Frau.Cali sagte:

    Liebe Uta,
    Ich habe auch so kleine Notfalltaschen – die kleinste wirklich immer dabei! Ich werde auch mal um Klammerpflaster erweitern 😉
    Liebe Grüße

    Antworten

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