Wer mich schon länger auf Instagram begleitet, weiß es längst: ich liebe es, im Winter Eiskunst herzustellen! Doch dazu braucht man natürlich langanhaltende Minusgrade … und die hatten wir diesen Winter in Franken leider noch nicht. Deshalb habe ich mir einfach die gesammelten Werke der vergangenen Jahre herausgesucht und werde die kommenden Tage einige Blogbeiträge über Eiskunst verfassen … und vielleicht kommen dann endlich die ersehnten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die für diese Art von Kunst erforderlich sind. Meine Leidenschaft für Eiskunst begann vor ein paar Jahren mit einer Anleitung in der „Landlust“, in der gezeigt wurde, wie man aus Naturmaterialien Eisschalen als Dekorationsobjekte für den Garten herstellen kann: und genau das möchte ich Euch heute zeigen!

Alles beginnt mit einem Sammelspaziergang, am besten natürlich mit den Kindern: geht einfach offenen Auges durch Eure Nachbarschaft, durch Feld, Wald und Wiesen und schaut, was jetzt noch alles an Sträuchern und Bäumen hängt. Es ist mehr als man glaubt, so mitten im Winter! Bunte Beeren, wie Hagebutten, Schlehen und Vogelbeeren machen sich immer gut, aber auch schöne Zweige, Äpfel und Zapfen. Ich bin mir sicher, Ihr werdet fündig! Außerdem braucht Ihr einen schweren Stein und zwei gleich geformte Schüsseln in unterschiedlichen Größen, die sich ineinander stapeln lassen.

Habt Ihr genügend Materialien gesammelt, stellt Ihr die Schüsseln ineinandergestapelt draußen in den Garten oder auf den Balkon. In die kleinere Schüssel kommt der schwere Stein und in den Zwischenraum zwischen den zwei Schüsseln könnt Ihr jetzt nach Lust und Laune die Naturmaterialien stecken. Da das Wasser später alle leichten Teile an die Wasseroberfläche befördern wird, ist es ratsam, zwei Schüsseln zu nehmen, die nicht einen allzu breiten Spalt ergeben: denn dann haben die Naturmaterialien keinen Halt und das Ergebnis wird lange nicht so schön, wie wenn man die Beeren, Zweige und Früchte schön verteilen kann. Habt Ihr alles schön verteilt, wird der zwischenraum mit kaltem Wasser aufgegossen und dann heißt es abwarten: bei starken Minustemperaturen gefriert Eure Schale über Nacht (und wer es gar nicht erwarten kann, darf auch das Gefrierfach nehmen!) und Ihr könnt sie am nächsten Morgen vorsichtig lösen. Dazu nehmt Ihr den Stein aus der kleineren Schüssel und stellt sie für kurze Zeit in das Haus, wo sich die Schüsseln dank der sanften Wärme schon bald vom Eis lösen lassen. Ganz Ungeduldige können auch mit warmem Wasser nachhelfen, aber wenn dieses zu heiß eingefüllt wird, gibt es Risse in der Schale und das wäre doch zu schade.

Hat sich die Eisschale erfolgreich von den Schüsseln gelöst, muß sie natürlich schnellstens wieder in´s Freie! Stellt Euch die Eisschalen an einen Platz in Eurem Garten oder auf Euren Balkon, wo Ihr sie vorzugsweise auch von innen sehen könnt: dann habt Ihr den ganzen Tag etwas von ihrer Schönheit und könnt abends den Zauber genießen, der sich entfaltet, wenn man sie mit einer Kerze beleuchtet.

Im ersten Jahr, in dem wir Eisschalen aus Naturmaterialien herstellten, haben wir wirklich nur Materialien benutzt, die wir auf unseren Spaziergängen gefunden haben: und die Ergebnisse waren so hübsch! Diese wunderschönen Dolden werden von alten Efeupflanzen ausgebildet und sind zauberhaft – und hochgiftig! Also bitte vorsichtig sein, wenn Ihr die Eisschalen mit Kindern herstellt!

Auch Efeublätter, Schlehen und Hagebutten sind ein wunderschöner Schmuck in jeder Eisschale!

In Scheiben geschnittene Äpfel, die hier in der Fränkischen Schweiz tatsächlich den ganzen Winter hindurch an den nicht abgeernteten Bäumen hängen, sind natürlich auch ein Blickfang.

Aber da man nicht jedes Jahr die gleichen Eisschalen herstellen möchte, haben wir uns schon bald in unserer Küche umgesehen – und oh, was gibt es da für Möglichkeiten! Wir lieben Eisschalen mit in Scheiben geschnittenen Zitrusfrüchten, weil sie so wunderbar leuchten. Hier zum Beispiel Orangenschalen mit Kiefernnadeln:

Oder Zitronen und Orangen gemischt:

Ich mag auch sehr gerne die Kombination von Zitronen mit frischem Grün, hier in Form von Blättern unseres immergrünen Kirschlorbeers:

Und das allerschönste überhaupt sind natürlich Blutorangen! Diese Farben!

Beim Experimentieren mit Eisschalen entstehen die interessantesten Kunstwerke: wir haben schon verblühte Tulpen eingefroren, Kiwis, Zimtstangen, blühende Haselzweige … der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt! Abends werden die Schalen dann mit Kerzen beleuchtet und von allen bewundert:

Jetzt wünsche ich uns allen ordentliche Minustemperaturen im Januar und Februar, damit wir unserer Kreativität freien Lauf lassen können! Habt viel Freude beim Gestalten Eurer eigenen Eisschalen aus Naturmaterialien!

 

4 Kommentare
  1. Angelika sagte:

    Aber jetzt bin ich sofort hierher gehopst😉 so wunderschöne Schalen! Ich bin total hin und weg! LG Angelika

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  2. Veronika sagte:

    Liebe Uta,
    seit Jahren bewundere ich eure Schalen auf Instagram. Diese Zusammenstellung ist eine Pracht! Vielen Dank dafür.
    Auf baldige Minusgrade 😊
    Alles Liebe
    Veronika

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    • Uta sagte:

      Liebe Veronika!
      Vielen lieben Dank für Deine Worte – vor allem von Dir bedeutet mir ein solches Kompliment sehr viel!
      Ganz liebe Grüße von Uta

      Antworten

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