Glück, was ist das eigentlich?
Man hat ja oft den Eindruck, daß viele dem großen Glück hinterherjagen und dabei das kleine Glück übersehen. Denn Glück, das muß nicht gleich der Lottogewinn sein oder die perfekte Karriere oder eine große Familie im schicken Neubau.
Glück ist doch meistens viel leiser: das ist ein Waldspaziergang mit Vogelgezwitscher, ein neues Notizbuch zu beginnen (so viele Möglichkeiten!) und nachts in das überfüllte Familienbett zu kriechen und die geliebten Menschen atmen zu hören. Also das ist jetzt mein Glück.
Das Glück eines anderen ist vielleicht, einen neuen Laufrekord aufzustellen, den ganzen Sonntag im Bett zu bleiben oder einen ganzen Abend lang die neueste Lieblingsserie zu gucken.
Glück ist also für jeden etwas anderes.
Aber die wichtigste Erkenntnis ist eigentlich die: Glück ist vor allem machbar!
Wie oft sind mir schon Menschen begegnet, die leicht resigniert ihr Schicksal bedauerten und schulterzuckend meinten, sie hätten eben nicht so viel Glück wie ich. In ihrer Stadt gebe es eben keinen Yogakurs mit Kinderbetreuung und der Zumbakurs wäre leider genau an dem Tag, an dem sie unmöglich einen Babysitter bekämen: deshalb könnten sie eben nichts für ihren Rücken tun, leider.
Was diese Menschen nicht wissen: mir wurde all das auch nicht auf dem Silbertablett präsentiert!
Aber wenn mir etwas wichtig ist, setze ich Himmel und Hölle in Bewegung, damit es klappt. Und dann klappt es auch.
Als ich während des Schwangerschaftsyogas merkte, wie gut Yoga für meinen Rücken war, bat ich meine Yogalehrerin um einen Morgenkurs mit Kinderbetreuung. Und als sie meinte, die Bedingung wären fünf weitere Mütter, die sich verbindlich anmeldeten, da nervte ich jede Mutter im Umkreis von zehn Kilometern, bis ich diese fünf Mütter zusammenhatte.
Als ich nach der Geburt meines vierten Kindes meinte, Zumba könne mir dabei helfen, wieder fit zu werden, gab es leider keinen Kurs an einem geeigneten Tag. Also frug ich die Kursleiterin, unter welchen Bedingungen ein Kurs an meinem Wunschtermin stattfinden könnte und rekrutierte in meinem Freundes- und Bekanntenkreis die erforderlichen Teilnehmer.
Als der stattfindende Voltigierkurs für meine Mädchen an einem Wochentag stattfand, der für uns ungünstig war, gründeten wir kurzerhand einen zweiten Kurs an dem für uns günstigen Termin und sorgten für die erforderliche Kinderzahl.
Ich will damit nicht sagen, daß immer alles klappen wird, was ich mir in den Kopf setze: aber wenn man immer gleich resigniert, klappt garantiert nichts.
Deshalb ist für mich der Schlüssel zum Glück, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Jeder von uns trägt die Verantwortung für sein Leben und damit – sehen wir mal von Schicksalsschlägen ab – auch für sein Glück.
Also jagt nicht weiter einem fiktiven Glück hinterher, sondern fangt an, Euer Leben so zu gestalten, daß es Euch glücklich macht.
Das ist Glück.

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7 Kommentare
  1. Sigrid Wieland sagte:

    Hallo Uta,
    gute Idee mit dem Blog und sehr schöne Bilder. Gerne trage ich auf Deinem Blog bei. Glück hat für mich nichts mit äußeren Dingen zu tun. Und ich gönne jedem wenn er oder sie sich über ein schickes Haus, eine gelungene Karriere oder einen Lottogewinn freut. Freude ist doch was sehr Gutes und Schönes. Ein schickes Haus oder eine gelungene Karriere, hat sehr viel für mich mit disziplinierter Arbeit und Durchhaltevermögen zu tun (und auch manchmal mit ein paar Schmerzen), das man sich erarbeitet und verdient hat, und ich bringe jedem hierfür Respekt entgegen. Etwas zu beurteilen oder verurteilen steht, so finde ich, niemandem zu. Und Glück ist auch für mich nicht machbar. Glück bedeutet für mich nicht alles zu bekommen was man will, sondern die Menschen zu haben die man braucht.
    Menschen die sich für mich interessieren und mich suchen. Menschen, die mich von Herzen doll lieb haben und ich sie, Menschen, bei denen man einfach sein kann, wie man ist, ohne sich in irgendeiner Form schützen zu müssen, Menschen die mich repektieren und mich achten (das hat für mich auch was mit Achtsamkeit zu tun) und ich sie….deshalb ist Glück nicht machbar – eben nichts mit aüßerlichen, materiellen Dingen – und für jeden Menschen bedeutet Glück etwas anderes. Und solche Menschen sind rar gesäht und ein großes Geschenk. So wie Dein Papa für mich jeden Tag aufs Neue ein Gottesgeschenk ist. Schöne Grüße aus dem sonnigen Vorarlberg, die Sigi

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    • Uta sagte:

      Liebe Sigi! Schön, daß Du Dich hier meldest! Ja, Glück hat unzählige Facetten und es bedeutet ganz sicher für jeden etwas anderes. Danke für Deine Sicht auf das Glück!

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  2. Maike sagte:

    Liebe Uta,
    schön, dass dein Blog nun online ist. Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Outfit! 😉
    Deine Beschreibung von Glück ist ganz wunderbar und ich danke dir schon jetzt für all‘ dein Teilen!
    Ich musste sofort an folgenden Spruch denken: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
    In diesem Sinne: Viel Freude hier beim Schreiben und Austauschen!
    Liebe Grüße, Maike (frohundbunt-insta)

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  3. Reni sagte:

    Ich kann es nur hier noch einmal wiederholen: Er ist wunderschön!
    Ganz viel Freude Dir auf diesem Weg, das Glück wird ganz sicher bei Dir bleiben – auch in den Zeiten in denen das Leben nicht rosarot ist.
    Ich freue mich sehr auf’s lesen Deiner künftigen Beiträge!
    Liebe Grüße Reni

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  4. Martina sagte:

    Wie sehr ich mich freue, von Dir zu lesen! Ich mache gerade eine Instagram-Fastenzeit und freue mich daher umso mehr, von Dir auf deinem Blog zu lesen.
    Und dieser Artikel ist gerade sehr treffend für mich, denn ich versuche im Moment leider, genau das zu sehen, was nicht so toll läuft.
    Aber Schluss damit, ich mache mir jetzt mein Glück!
    Danke, liebe Uta!
    Alles Liebe für Dich und Deinen Blog, Martina

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