Ist es wirklich schon zwei Jahre her, daß wir mit unseren Freunden eine Woche Paarurlaub auf Fehmarn gemacht haben? Unglaublich! Und unbedingt höchste Zeit, davon zu berichten!

Fehmarn im Mai ist nämlich so unglaublich schön, daß man sich kaum vorstellen kann, daß diese kleine Ostseeinsel zu irgendeinem Zeitpunkt des Jahres schöner sein könnte! Blaues Meer, gelbe Rapsfelder und überall springen neugeborene Lämmlein auf den Deichen herum: so etwas Herrliches kann sich kein Touristenbüro der Welt ausdenken!

Aber ganz von vorne: unsere (selbstbezahlte) Unterkunft war das wunderschöne Seglerhaus in Lemkenhafen: ein kleines, zweistöckiges Haus direkt am Hafen, das wir von Herzen empfehlen können!

Im Untergeschoß befinden sich zwei schöne Schlafzimmer mit Bad und dann geht es eine schmale Treppe hinauf in den traumhaften Wohnbereich mit offener Küche und zwei Balkonen.

Die Gestaltung ist schlicht und modern, aber trotzdem mit so vielen verspielten Details ausgestattet, daß wir uns einfach nur rundum wohlgefühlt haben.

Der vordere, großzügige Balkon bietet einen direkten Blick auf den Hafen, was wir sehr genossen haben.

Das Hafengeschehen ist nämlich überaus interessant für Landratten wie uns!

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fällt Licht in das kleine, schmale Seglerhaus: einfach traumhaft.

Lemkenhafen selbst ist ein winziger Ort, der dennoch einiges zu bieten hat: von der herrlich rustikalen „Aalkate“, die wider Erwarten auch sehr gutes vegetarisches Essen auf der Karte hat, blickt man direkt auf die berühmte Fehmarnsundbrücke. Direkt gegenüber der Aalkate befindet sich ein netter Farradverleih, den wir oft und gerne genutzt haben.

Natürlich dominiert die Präsenz des Wassers in Lemkenhafen: und das auf allerschönste Art und Weise.

Lemkenhafen liegt im Zentrum der Orther Reede, der großen südwestlichen Bucht der Insel und war früher das reichste Dorf der Insel! Dafür verantwortlich war der florierende Getreidehandel mit Skandinavien und so ist es auch nicht verwunderlich, daß dieser kleine Ort, der früher sogar das Stadtrecht hatte,  mit seiner 225 Jahre alten, funktionstüchtigen Segelwindmühle Sitz des Mühlenmuseums Lemkenhafen ist. Die Mühle „Jachen Flünk“ (= eilender Flügel) ist die letzte erhaltene von insgesamt 17 Fehmaraner Mühlen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Von Lemkenhafen führt ein schöner Wanderweg immer am Wasser entlang nach Orth: auf Deichen und an unzähligen Schafen vorbei.

Im Hintergrund sieht man immer die prägnante Fehmarnsundbrücke blitzen und an windigen Tagen kann man unzählige Kitesurfer in dem flachen Wasser beobachten.

In Orth können wir Euch nur raten, der wunderbaren „Villa“ einen Besuch abzustatten!

Wir haben dort während unseres Aufenthaltes fürstlich gefrühstückt (der Samstagsbrunch ist absolut zu empfehlen!) und uns über die vielen schmackhaften veganen Alternativen gefreut.

Außerdem sitzt man vor der Villa einfach wunderschön und ruhig und ich habe dort die leckerste rohvegane Torte meines Lebens gegessen!

Wenn man dann noch Lust hat, weiterzuwandern, geht es einfach immer weiter auf der Deichkrone der Küstenlinie entlang in Richtung eines der Wahrzeichen der Insel: dem Flügger Leuchtturm.

Links das Meer, rechts das Naturschutzgebiet Krummsteert – Sulsdorfer Wiek: schöner kann man kaum wandern.

Und dann kommt er immer näher, der höchste Leuchtturm der Insel!

Der Leuchtturm von 1915 sichert noch immer die Einfahrt in den Fehmarnsund und sein ausgestrahltes Licht hat eine enorme Reichweite von 30 km.

Der Eintritt kostet ein paar Euro: aber die lohnen sich!

Allein das Treppenhaus mit seinen 162 Stufen ist absolut sehenswert:

Und dann die Aussicht! Der Rundumblick ist atemberaubend und die Mühe auf jeden Fall wert.

Nahe des Leuchtturms ist auch ein kleiner, wenig frequentierter Strand. Wir haben es allerdings vorgezogen, auf dem Deich wieder in Richtung Orth zu laufen.

Zwischen Orth und Lemkenhafen findet sich hinter dem Deich dann eine weitere Einkehrmöglichkeit, die wir in dieser Woche ein paar Mal genutzt haben: Elli´s Snackeria!

Dort kann man nicht nur fabelhaft (vegan!) essen: der Eistee war so gut, daß wir ihn seitdem öfter auch zuhause im Elli´s-Style zubereiten!

Nicht nur die Karte und das Konzept sind erfrischend modern, man kann bei Elli´s auch wunderbare selbstgemachte Mitbringsel kaufen.

Den schönsten Sonnenuntergang auf Fehmarn gibt es unserer Meinung nach am Strand bei Püttsee, nahe dem Wasservogelreservat Wallnau!

Deshalb waren wir da auch ein paar Male am Abend: schöner kann eine Sonne kaum im Meer versinken!

Wenn man dann noch eine Fotokugel zum Spielen dabei hat, wird es garantiert nicht langweilig!

Ausflugsmöglichkeiten gibt es auf Fehmarn reichlich: der Steinstrand bei Katharinenhof ist eine davon.

Dort haben wir die schönsten Steine gefunden: Hühnergötter zum Auffädeln und Steine aller Farben für ein großes Mandala:

Ein Ort, der zum Verweilen einlädt!

Und dazu, kreativ zu werden – spätestens hier waren wir ganz schön verliebt in Fehmarn!

Das Allee-Café in Katharinenhof können wir leider nicht empfehlen: aber die Allee, die ihm den Namen gab, ist wirklich wunderschön:

Dafür können wir ein anderes Café umso mehr empfehlen: das Flora-Café in Altjellingsdorf! Selbstgebackene Torten und Kuchen nach alten Familienrezepten und ein herrlicher Garten vor einer wunderschönen Scheune: besser geht es nicht!

Und wem eher nach etwas Herzhaftem mit Stil ist, dem empfehlen wir von Herzen das gediegene Landhaus-Restaurant Margaretenhof in Neujellingsdorf: dort haben wir nicht nur ganz wunderbar im pittoresken Garten gesesssen, sondern mir wurde dort auch das beste vegane Spargel-Curry meines Lebens serviert!

Aber natürlich haben wir nicht die ganze Zeit gegessen: wir waren auch im Hotel Escape in Burg und mußten das Hotelzimmer eines russischen Spions durchsuchen, um die Welt vor dem Zünden der Atombombe zu bewahren! Ein großartig ausgestattetes Escaperoom-Spiel!

In Burg gibt es außerdem eines der schönsten Kinos, das ich je gesehen habe: das Burg Filmtheater, ein kuscheliges Speisekino mit kleinen Tischchen und Lämpchen und einer exzellenten Filmauswahl.

Wenn man schon in Burg ist, führt natürlich kein Weg an Raddens Eisdiele vorbei: das beste Eis auf der Insel! Und wer danach schon wieder genug vom Stadtleben hat, der mietet sich einfach ein Fahrrad in Lemkenhafen und fährt Richtung Fehmarnsundbrücke.

Natürlich nicht, ohne eine Kaffeepause im Hof Café Albertsdorf zu machen!

Gestärkt geht es weiter: an herrlichen Höfen vorbei und durch windschiefe Alleen.

Und irgendwann erreicht man sie dann: die Fehmarnsundbrücke, die Verbindung Fehmarns mit dem Festland.

Radeln auf Fehmarn ist ein absoluter Traum, vor allem, wenn man sonst aus bergigeren Regionen kommt!

Habe ich schon erwähnt, wie schön Fehmarn im Mai ist, wenn die unzähligen Rapsfelder blühen?

Wenn Euch nach langen Radtouren die Lust auf phantastische vegane Burger packt, dann ab nach Orth, in Quintings Burgerbar! Dort kann man seine Burger oder Saladbowls mit Blick auf den Hafen genießen.

Orth ist ohnehin einen Besuch wert: Bäume mit Häkelbordüren sieht man schließlich auch nicht alle Tage!

Und wenn sich die Nacht über den kleinen, beschaulichen Hafen von Orth legt,

dann ist das wirklich ganz zauberhafte Inselmagie.

Fehmarn verzaubert einen allerdings zu jeder Tageszeit! Einfach über die Insel fahren und an jeder Ecke freuen!

Sollte Euch Euer Weg zum Hafen von Burgstaaken führen, lohnt es sich, auszusteigen. Zumindest, wenn man sich für das sehenswerte U-Boot-Museum im Original-U-Boot U11 interessiert!

Wenn Ihr Euch nicht für dieses Thema begeistern könnt, dann genießt einfach das trubelige Hafentreiben: und die zauberhaften Boote, wie diese „Alte Liebe“!

Wer genug von diesem umtriebigen Ort hat, der findet Ruhe und Erholung im FehMare in Burgtiefe : die Bade- und Wellnesswelt hat uns mit einer leeren Saunalandschaft mit Blick auf den Südstrand den einzigen Regennachmittag versüßt!

Natürlich darf während eines Fehmarn-Urlaubes auch ein Besuch des Inselnordens nicht fehlen: wir haben uns den Strand Grüner Brink ausgesucht und sind auf dem Weg dorthin an zauberhaften Fehmaraner Höfen vorbeigekommen.

Am Strand kann man sich Strandkörbe mieten und stundenlang auf´s Meer schauen: herrlich!

Im nahegelegenen Kiosk kann man sich Pommes und Getränke holen und Langeweile kommt auch nicht auf: in der Ferne ziehen die Fähren nach Skandinavien vorbei und Kitesurfer sorgen ebenfalls für Abwechslung. Was für ein Frieden!

Hoffen wir, daß dieser Frieden erhalten bleibt. Denn genau an dieser Stelle, am Fehmarnbelt, soll der längste Absenktunnel der Welt gebaut werden. Wenn dieses gigantische Bauvorhaben, das Dänemark mit Deutschland verbinden soll, gebaut wird, ist die Zukunft Fehmarns massiv bedroht: und das, obwohl die Fähren mit nur 40 % Auslastung nicht annähernd ausgelastet sind! Noch kann der Megatunnel verhindert werden: bitte informiert Euch unter www.beltretter.de , wie Ihr dazu beitragen könnt, diese größte Umweltsünde Nordeuropas zu verhindern. Die wunderschöne Insel Fehmarn und ihre Bewohner werden es Euch von Herzen danken. Auf daß auch in Zukunft viele Menschen Ruhe und Erholung auf Fehmarn finden werden!

Wenn Ihr noch Ideen für inseltypische Mitbringsel braucht, findet Ihr hier unsere Favoriten:

  • AN:DERS in Landkirchen bietet Handgemachtes aller Art und ist, wie der Name schon verspricht, wirklich anders!
  • Bei Van One Classic Cars sind alle Bulli-Fans richtig: die auf Fehmarn designten Klamotten haben längst Kultstatus und nirgends ist die Auswahl größer als im großen Ladengeschäft in Burg!
  • Im Fehmaraner Teekontor gibt es tolle Teemischungen: das perfekte Mitbringsel für die Lieben zuhause!

Und dann noch mein absoluter Favorit:

  • Die Lieblingsinsel in Petersdorf! Bei Frauke könnt Ihr Euch Eure persönlichen Fehmarn-Souvenirs vor Ort nach Euren Wünschen gestalten und gleich mitnehmen: ich war absolut begeistert und liebe jedes Teil auch heute noch wie am ersten Tag!

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig Lust auf diese wunderschöne Insel machen! Wir haben jede Sekunde auf diesem Eiland genossen und würden jederzeit wiederkommen: nicht nur im Mai!

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4 Kommentare
  1. Monika sagte:

    Liebe Uta, du hast keine Ahnung,wie sehr du jetzt meine Sehnsucht nach Fehmarn noch verstärkt hast! Wir fahren schon über 30 Jahre dorthin ( nicht immer, aber immer wieder)! Dieses Jahr wollten wir zum ersten Mal zur Rapsblüte dort sein.Das hat noch nie geklappt, da wir ja bisher immer in den Schulferien fahren „mussten“. Dieses Jahr ging es nun natürlich auch nicht.Zum Glück konnten wir für den Herbst umbuchen und hoffen nun darauf.Dein Bericht und seine Bilder sind so wunderschön. Vielen Dank dafür!!!!
    Ganz liebe Grüße,
    Monika

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Monika!
      Tausend Dank für Deine begeisterte Rückmeldung! Irgendwann wirst Du die Rapsblüte auf Fehmarn erleben!
      Ich wünsche Euch eine tolle Reise im Herbst: das ist sicher auch ganz zauberhaft!
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten
  2. Anschi sagte:

    Moin Uta!
    Dein Bericht weckt meine Reiselust- und verstärkt meine Nord-Sehnsucht! Wie gerne würde ich genau diese Reise antreten- auf Fehmarn war ich noch nie. Danke für deine Mühe und die unzähligen, detaillierten Tipps/ Eindrücke/ Bilder … kommt auf die Reisezielliste :-).
    Ganz liebe Grüße!

    Antworten
    • Uta sagte:

      Liebe Anschi!
      Danke für Deine lieben Worte! Und ja, Fehmarn MUSS auf die Reiseliste ☺️
      Liebste Grüße von Uta

      Antworten

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